Streetfood-Festival in Goch

Streetfood-Festival lockte Besucher auf den Marktplatz Goch

Das Streetfood-Festival lockte Neugierige am Wochenende auf den Gocher Marktplatz.

Das Streetfood-Festival lockte Neugierige am Wochenende auf den Gocher Marktplatz.

Foto: Andreas Daams

Goch.   Das zweite Gocher Streetfood-Festival lockte am Wochenende, teils bei Bilderbuchwetter, viele Neugierige auf den Marktplatz.

Samstag: kühl. „Da war leider nicht so viel los“, sagt Ringo Rode. Dafür ist er jetzt umso zufriedener. Denn nun scheint endlich die Sonne, und der Eiswind der vergangenen Tage ist auch vorbei. Ein Sonntag wie aus dem Bilderbuch. Ringo Rode arbeitet am Stand vom Veggiework, einer der 21 Anbieter, die in diesem Jahr beim zweiten Gocher Streetfood-Festival mitmachen. Schon vor dem offiziellen Beginn um 12 Uhr füllt sich der Marktplatz.

„Das Wetter ist das einzige, das wir nicht beeinflussen können“, sagt Stadtsprecher Torsten Matenaers. Das, was die Stadt beeinflussen kann, hat sie gemacht. Zum Beispiel hat sie die Poller am Marktplatz entfernt, damit mehr Platz für Stände und Besucher vorhanden ist. „Wir haben jetzt vier Stände mehr als im letzten Jahr“, bilanziert Matenaers. Man hatte auch überlegt, mehr Anbieter einzuladen und das Festival in eine Straße zu verlegen – aber dann entschied man sich dagegen: „Lieber bleiben wir kleiner, dafür können wir wählen.“ Und der Marktplatz bietet einen optimalen Rundlauf.

Bier- und Stehtische rasch besetzt

Die Bier- und Stehtische sind jedenfalls rasch besetzt. Man sieht Familien mit Kindern, Senioren und auch einige Jugendliche. Holger Paul betreibt einen Kaffeestand und ist der eigentliche Initiator des Gocher Festivals. Er hält die Kontakte zu den einzelnen Anbietern. Und er hat klare Kriterien: „Alle Kollegen müssen ihre Sachen frisch zubereiten und freundlich zur Kundschaft sein“, sagt er. Dritter wichtiger Punkt: die Hygiene. „Würde ein Stand zugemacht, würden die Leute zu Recht darüber reden.“ Dabei ist gerade die Zufriedenheit der Leute wichtig. Denn das sorgt dafür, dass sie im nächsten Jahr wiederkommen.

Davon leben die Streetfood-Anbieter. Holger Paul: „Wir sind jedes Wochenende woanders, aber doch jedes Jahr an den gleichen Stellen.“ Ihn freut es, wenn die Menschen ihm sagen: „Schön, dass Sie wieder hier sind.“ Zwei Tage vor dem Wochenende fängt seine Frau an zu backen, ihren freien Tag haben sie dann immer Mitte der Woche. „Das, was wir machen, muss von Herzen kommen“, sagt er. „Dann schmeckt es auch den Kunden.“

Festivals nehmen rasant an Bedeutung zu

Seit gut fünf Jahren nehmen Streetfood-Festivals an Bedeutung rasant zu. Viele Anbieter leben hier ihre Leidenschaft aus. Eine Frau, die einen Burger-Wagen betreibt, hat einen Sternekoch zum Bruder. Die Eltern eines Mannes, der an seinem Asia-Imbiss gut zu tun hat, führen seit 30 Jahren ein asiatisches Restaurant. „Das Geheimnis ist die Mischung“, sagt Holger Paul zum Gesamtkonzept. In Goch scheint sie am Sonntag gut aufzugehen. Angela Böß und Matthias Zapp jedenfalls beißen am Veggiewerk-Stand herzhaft in den Chicken-Style-Burger auf Saitan-Basis und die Reis-Chia-Nuggets. „Hier gibt es endlich etwas Veganes zu essen, das wir nicht selber machen müssen“, freut sich Angela Böß. Und so füllt sich der Marktplatz immer mehr, es mischen sich Stimmen und Gerüche, und allen scheint’s zu schmecken.

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