Haus Riswick

Traditionen und Premieren beim Klever Ostermarkt

Hannelore Luick aus Moersmalt mit dem Bleistift feine Linien auf ein Osterei, später trägt sie Acrylfarbe auf.

Hannelore Luick aus Moersmalt mit dem Bleistift feine Linien auf ein Osterei, später trägt sie Acrylfarbe auf.

Foto: Niklas Preuten

Kleve.   Der Ostermarkt auf Haus Riswick ist auch in diesem Jahr ein Publikumsmagnet. Die 33. Ausgabe überzeugt mit einem abwechslungsreichen Angebot.

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Seit 22 Jahren bauen die Landfrauen aus Huisberden, Emmericher Eyland und Bylerward ihren Stand beim Klever Ostermarkt auf Haus Riswick auf. Darauf präsentieren sie selbstgebackene Brote, deren Rezeptur noch deutlich älter ist und nie verändert wurde. So hielten es die Freundinnen auch bei der Vorbereitung für die 33. Ausgabe des Publikumsmagneten auf dem Gelände der Lehr- und Versuchsanstalt der Landwirtschaftskammer NRW. Mehr als 180 saftige Apfel-, Nuss-, Vollkorn- und Schwarzbrote stellten sie für den Ostermarkt her. „Die Backöfen sind heiß gelaufen“, sagt Andrea Opdemon und lacht – auch weil sich die Mühe gelohnt hat. Am Sonntagmittag haben die Landfrauen schon alle Vollkornbrote verkauft. Ihr Klassiker erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit bei den Besuchern.

Diese kommen am Wochenende wieder in Scharen nach Kleve. Auto an Auto parkt auf der rechten Seite der Riswicker Straße, die in diesem Jahr erstmals zur Einbahnstraße wird. „Dadurch hat sich die Parksituation ein bisschen entspannt“, stellt Andrea Schura zufrieden fest. Die Floristmeisterin gehört zum engen Organisationskreis des Ostermarkts, den 200 Landfrauen aus 27 Ortsvereinen auf die Beine stellen. An ihrem Stand macht sie das Leben der Besucher mit naturnahen und kreativen Sträußen, die etwa mit Manschetten aus alten Schul-Landkarten abschließen, ein wenig frühlingshafter.

Großes Angebot für Kinder

Ein paar Meter weiter in der Aula sammeln sich die Menschen um den Tisch von Hannelore Luick, die mit feinen Strichen und Acrylfarben regionale Motive auf die Ostereier malt. Die akkuraten Darstellungen von Sehenswürdigkeiten wie Schloss Moyland oder der Klever Schwanenburg finden reißenden Absatz. „Die Menschen sollen sich damit identifizieren können“, sagt die Moerserin, die erstmals auf Haus Riswick ausstellt. „Mir gefällt die Großzügigkeit hier sehr gut.“

Ihre ersten Erfahrungen mit dem traditionellen Ostermarkt machen auch Emilian und Lena Grün – es sind ausgesprochen gute. „Der Sonntag ist sehr entspannt“, erzählt die Kleverin, während sie mit ihrem Sohn einen Palmstock verziert. Emilian, der sich beim Kinderschminken zuvor zum Skelett hat verwandeln lassen, genießt das gemeinsame Basteln sichtlich. „Eigentlich müsste es mehr von diesen Angeboten für die ganze Familie geben“, sagt Lena Grün.

Nachbacken und Nachkochen

Einen Familienausflug unternehmen auch Marie-Luise Jansen und Melanie Helmes aus Emmerich. Mutter und Tochter schlendern über den Ostermarkt, bleiben mal, mal dort stehen und kommen mit den Verkäuferinnen und Verkäufern ins Gespräch. „Wir holen uns hier Inspirationen für Zuhause. Es ist toll, dass man sogar Rezepte zum Nachbacken und Nachkochen erhalten kann, wenn man danach fragt“, findet Melanie Helmes und geht in Richtung der Landfrauen aus Huisberden, Emmericher Eyland und Bylerward, wo sehr traditionelle Rezepturen auf sie warten.

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