Verkehr

Umbau der Klever Ringstraße wird auf Ende 2020 verschoben

Der Ausbau der Ringstraße mit ordentlichen Radwegen und neuen Straßeneinmündungen ist zunächst vertagt. Die Stadt möchte zwei Großbaustellen auf den Hauptschlagadern gleichzeitig vermeiden.

Der Ausbau der Ringstraße mit ordentlichen Radwegen und neuen Straßeneinmündungen ist zunächst vertagt. Die Stadt möchte zwei Großbaustellen auf den Hauptschlagadern gleichzeitig vermeiden.

Foto: Markus van Offern (mvo)

Kleve.   Mit Blick auf den Ausbau des Oraniendeichs möchte die Stadt eine weitere Großbaustelle vermeiden. Verkehrsgutachten in Auftrag gegeben.

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Eigentlich sollten die Bauarbeiten 2017 beginnen: Die Ringstraße zwischen Markt Linde und Stein-Gymnasium sollte eine neue Decke bekommen, endlich vernünftige Fahrradwege und auch neue Straßeneinmündungen, die einer fahrradfreundlichen Stadt gut zu Gesicht stehen. Daraus wurde zunächst aber nichts, weil die Stadt auch gleich die alten Kanäle und Leitungen erneuern wollte. Jetzt wird der Ausbau der Straße erneut verschoben auf Ende 2020. Grund: Man möchte die überörtliche Klever Hauptschlagader für den Straßenverkehr nicht unterbrechen, wenn zeitgleich mit dem Oraniendeich eine andere Hauptverbindung gekappt wird.

Umfangreiche Abstimmung ist erforderlich

„In den Zeitplanungen wurde natürlich auch die Situation der Sperrung des Oraniendeiches ab Mai 2019 berücksichtigt. Denn eine zeitgleiche Baumaßnahme, die ebenfalls zu Verkehrsstockungen führen kann, möchte die Verwaltung vermeiden. Daher wird der Beginn der Baumaßnahme an der Ringstraße voraussichtlich frühestens im Herbst 2020 möglich sein“, erklärte Jörg Boltersdorf, Sprecher der Stadt Kleve.

Die Kooperationsmaßnahme mit dem Landesbetrieb Straßen-NRW „Ausbau der Ringstraße mit Kanal- und Straßenbau“ befinde sich im Planungsprozess, sagt Boltersdorf. Aufgrund der im Straßenraum befindlichen zahlreichen Leitungen der Versorgungsträger sei vor einer Umsetzung eine sehr umfangreiche ingenieurmäßige Abstimmung erforderlich, so der Stadtsprecher weiter.

Verkehrsgutachten für Umleitungen erforderlich

Weiterhin sei die Planung zur Umgestaltung des Verkehrsraumes, gerade im Hinblick auf den Radverkehr, derzeit in Abstimmung. „Für die Abwicklung der Baumaßnahme und der damit verbundenen Umleitungen ist zusätzlich ein Verkehrsgutachten beauftragt worden“, sagt Boltersdorf.

Weil aber zeitgleich der Deichverband nach Ostern mit den vorbereitenden Arbeiten am Oraniendeich für dessen Sanierung begonnen hat und die Straße Ende Mai/Anfang Juni gesperrt wird, wäre das die zweite Straßen-Großbaustelle an einer wichtigen Verkehrsader. Ab Juni geht nämlich nichts mehr zwischen Rheinbrücke und Kreisverkehr Kleve-Griethausen.

Der Fachbereich Tiefbau zog die Bremse

Etwa zweieinhalb Jahre soll die Vollsperrung des Oraniendeichs dauern. Die dann eingerichtete Umleitung sieht vor, dass Autofahrer die Straße Postdeich zwischen Griethausen und Kellen nutzen. Bei der Sperrung der Ringstraße mit einer möglichen Umleitung über Römerstraße/Lindenallee wären zusätzliche erhebliche Verehrsbehinderungen vor allem in den Stoßzeiten zu erwarten.

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