Schule

Umzug kostet gut 1,3 Millionen Euro

Die Josef-Lörks-Grundschule Kalkar soll bald umziehen.

Die Josef-Lörks-Grundschule Kalkar soll bald umziehen.

Foto: NRZ

Kalkar.   Die Kalkarer Verwaltung legt eine grobe Kostenschätzung für den Umzug der Grundschule ins Schulzentrum Am Bollwerk vor. Ausschuss diskutiert am 23. August

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Der Rat der Stadt Kalkar hatte vor der Sommerpause heftig über diesen Punkt diskutiert: Warum kostet der Umzug einer Grundschule auf die andere Straßenseite ins Schulzentrum über eine Millionen Euro? CDU-Ratsherr Carsten Naß wollte nicht einsehen, man an dieser Stelle so viel Geld ausgeben müsse. Die Verwaltung wurde damit beauftragt eine Kostenschätzung zu ermitteln.

Seit gestern liegen die Zahlen der Öffentlichkeit vor. Demnach würde ein Umzug der Grundschule in die Hauptschule 800 000 Euro kosten. „In diesen Kosten sind u.a. die Beträge für den Umbau und die Ausstattung des Jugendkellers in der Realschule zu einem Werkraum und die Herrichtung der Freiflächen hinter der Hauptschule zu einem Pausenhof sowie sämtliche Baunebenkosten nicht enthalten“, schreibt die Verwaltung. Beziehe man diese Kosten mit ein, dann seien voraussichtlich 1,4 Millionen Euro notwendig.

So komisch es auch klingen mag: Günstiger sei eine Rotation der Schulen, weil das Raumangebot und das Umfeld besser zu den Schulformen passe. Wenn das Gymnasium in das Hauptschulgebäude zöge und die Grundschule in das Gymnasium, müsse man nur 1,287 Millionen Euro aufwenden, so die Verwaltung: „Billig ist das alles nicht, aber der Tausch doch etwas günstiger“, so Bürgermeisterin Britta Schulz. Finanziell liegen die Varianten nicht weit auseinander: „Entscheidend ist am Ende die bessere räumliche Lösung. Und diese wird auch von den Schulleitern favorisiert“, so Schulz.

Grundschulgebäude bleibt erhalten

Die Ursachen für die geringen Kosten des „Ringtausches“ lägen vor allem in der Herrichtung des Neubautraktes des Gymnasiums, der für eine Grundschule weniger aufwendig ist als ein Umbau der ehemaligen Hauptschule. Das Gymnasium biete einen eigenen Eingangsbereich und eine eigene Aula und stelle eine bauliche Trennung zwischen Grundschule und Realschule sicher. Die Räume der ehemaligen Hauptschule seien hingegen eher für Schüler ab der Sekundarstufe 1 geeignet. Auch die Flächen hinter der Hauptschule seien als Schulhof für Grundschüler aktuell nicht zu nutzen, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Das historische Schulgebäude soll erhalten bleiben und für den Offenen Ganztag zur Verfügung stehen. Stadtoberbaurat Frank Sundermann sagte im Gespräch mit der NRZ, dass das alte Gebäude (Baujahr 1932) für die Kinderbetreuung geeignet sei. Man müsse lediglich eine Küche einbauen, um die Essensversorgung sicher zu stellen.

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