Karneval

Veranstalter im Kreis Kleve sind zufrieden mit den Umzügen

Die USK beseitigten am Rosenmontag und Veilchendienstag die Hinterlassenschaften des Klever Karnevals.

Die USK beseitigten am Rosenmontag und Veilchendienstag die Hinterlassenschaften des Klever Karnevals.

Foto: Andreas Gebbink

Kreis Kleve.   Positive Rosenmontags-Bilanzen im Kreis: In Kleve fällt weniger Müll als 2017 an. Goch bekommt das Glas-Problem in den Griff.

Nicht wenige Jecken im Kreis Kleve werden am späten Abend nach einem langen Rosenmontag müde in ihre Betten gefallen sein. Auch den Mitarbeitern der Umweltbetriebe der Stadt Kleve (USK) erging es nach dem Höhepunkt der Karnevalssession so. Mit dem Unterschied, dass sie sich nicht beim Schunkeln und „Helau“-Rufen verausgabten, sondern von 12 bis 22 Uhr für eine etwas weniger ausgelassene, aber umso nötigere Seite des Frohsinns-Spektakel auf den Beinen waren: Die 26 Bediensteten räumten auf, was die feiernden Jecken auf den Klever Straßen zurückgelassen hatten.

Im vergangenen Jahr kamen in Kleve am Rosenmontag neun Tonnen Müll zusammen. Für den diesjährigen Umzug ist der Abfall noch nicht gewogen, doch „augenscheinlich haben wir weniger Müll als im vergangenen Jahr“, stellte USK-Vorstand Karsten Koppetsch im Gespräch mit der NRZ fest. Nur an der Hoffmannallee seien mehr Kartonagen gefunden worden. Fünf Kehrmaschinen, vier Transporter und drei Müllwagen übernahmen am Rosenmontag die grobe Reinigung, während am Veilchendienstag noch 22 USK-Mitarbeiter und drei Kehrmaschinen im Einsatz waren. „Zumeist haben wir die Beete beispielsweise an der Lindenallee und in den seitlichen Bereichen aber sehr aufwendig mit der Hand gereinigt“, sagte Koppetsch.

In Goch sammeln Karnevalisten und Zuschauer Glas

Das Thema Müll wurde auch in Goch vor dem Rosenmontagszug diskutiert, nachdem in der Vergangenheit zunehmend Glasscherben zum Problem geworden waren. „Wir hatten diesmal erheblich weniger Glas auf den Straßen“, sagte Zugleiter Andreas Strötges. „Mein Eindruck ist, dass die Karnevalisten auf den Wagen und auch die Zuschauer an der Strecke viel stärker darauf geachtet und das Glas gesammelt haben.“

Auch die dem Zug vorausgefahrene zweite Kehrmaschine der Firma Schönmackers und die zusätzlich aufgestellten Tonnen an der Nierswelle erwiesen sich als gute Ideen. „Diese Tonnen könnten wir im nächsten Jahr an noch mehr Stellen platzieren“, so Strötges, der sich ausdrücklich bei den Mitarbeitern des Kommunalbetriebs bedankte. Der Leiter empfand den Gocher Zug als „sehr angenehm für alle Beteiligten. Wir können positiv auf das Karnevalswochenende zurückblicken“.

KRK freut sich über gedämpfte Lautstärke

Ein rundum zufriedenes Fazit zog auch das Klever Rosenmontags-Komitee (KRK). Dessen Vorsitzender Jürgen Röös bezeichnete den Zug als „schönsten seit langer Zeit“, was er auch auf die gedämpfte Lautstärke der Musik zurückführte. „Wir verteilen schon seit einigen Jahren Flyer, die darauf hinweisen. Langsam trägt dies Früchte“, so Röös, der den Klever Rosenmontag „auf einem sehr guten Weg“ wähnt.

Bei einem Fischessen mit dem Elferrat ließ Dieter Kalbfleisch die Keppelner Parade Revue passieren. „Wir sind stolz darauf, dass bei uns die Teilnehmerzahl anders als in manchen Zügen im Umkreis gleich geblieben ist“, sagte der Zugleiter. „Es war ein sehr schöner Umzug.“

Die Bilanz der Polizei

Daran änderte auch nicht, dass die Polizei vier Platzverweise erteilen musste und eine Person abführte. Die Beamten nahmen in Keppeln zudem eine Anzeige wegen Sachbeschädigung und zwei wegen Unfallflucht und Widerstand auf: Ein Autofahrer hatte gegen 10.50 Uhr an der Dorfstraße in Höhe der Reithalle die Absperrung der Feuerwehr missachtet, einen Absperrpylonen beschädigt und war mit seinem Geländewagen über einen Acker gefahren. Ein 20-Jähriger aus Uedem leistete gegen 14.45 Uhr am Festzelt Widerstand gegen Polizeibeamte. Ihm war zuvor nach einem Streit ein Platzverweis erteilt worden.

Auch die weiteren Umzüge verliefen aus polizeilicher Sicht vergleichsweise ruhig. In Kleve wurden neun Platzverweise erteilt und vier Personen in Gewahrsam genommen. Hinzu kamen vier Anzeigen wegen Körperverletzung und zwei wegen Sachbeschädigung. In Goch leistete ein alkoholisierter 13-Jähriger Widerstand gegen Polizeibeamte und verletzte einen Beamten leicht. Er hatte zuvor mehrere Personen aus seiner Gruppe geschlagen.

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