Unglück

Verheerender Dachbrand in Kalkarer Innenstadt

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die St. Nicolai-Kirche verhindern

Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf die St. Nicolai-Kirche verhindern

Kalkar.   Eine Kerze sorgte für das Unglück. Die Bewohner konnten sich rechtzeitig retten. Die Feuerwehr verhinderte Schlimmeres.

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Gerade einmal drei bis vier Meter liegen zwischen der Fassade der St.-Nicolai-Kirche und der Brandwohnung. Groß war die Sorge der Feuerwehrleute, dass die Flammen überspringen würden – auf die Pfarrkirche oder die Wohnhäuser in der unmittelbaren Nachbarschaft. Ein zunächst überschaubarer Dachstuhlbrand kann schnell furchtbare Folgen haben. Zum Glück kam es dazu nicht, der Kalkarer Wehr gelang es, Schlimmeres zu verhindern. Um 4.40 Uhr waren der Löschzug Kalkar Mitte und der Löschzug Nord vor Ort. Der Dachstuhl brannte bereits in voller Ausdehnung.

Die Bewohner hatten vor Eintreffen der Hilfskräfte das Haus verlassen. „Das ist das Wichtigste. Ich bin dankbar, dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagte Pastor Alois van Doornick. Ein Übergreifen auf das benachbarte Gebäude konnte durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr verhindert werden. „Durch die Strohpuppen im Dach kam es schnell zu einer Durchzündung. Weil man früher die aneinander grenzenden Dächer aber unterschiedlich hoch baute, ging das Feuer nicht gleich aufs Nachbarhaus über“, erklärte Feuerwehr-Sprecherin Manuela Mohn.

Das Haus und die Geschäftsräume von „Silberstreif“, der Goldschmiede von Susanne Oster-Friedrichsen, sind derzeit ebenso wenig zu nutzen wie die Wohnung darüber. Das Ladenlokal ist komplett ausgeräumt, die Geschäftsfrau hat einen Zettel in ihre Eingangstür geklebt: „Zwangspause wegen Brandschaden“.

Als Brandursache wurde eine heruntergebrannte Kerze in der Wohnung des zweiten Obergeschosses ermittelt. (nik)

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