Mini art Bedburg-Hau

Viele Projekte fürs Jugendtheater Mini-art Bedburg-Hau

Ein Projekt zum Thema Abschied, Trauer, Tod (von links): Maria Reinders (Hospizgruppe), Martina Wilmsen, Sjef van der Linden und Crischa Ohler (mini-art) und Wilma Scharmann (Grundschule Hasselt).

Ein Projekt zum Thema Abschied, Trauer, Tod (von links): Maria Reinders (Hospizgruppe), Martina Wilmsen, Sjef van der Linden und Crischa Ohler (mini-art) und Wilma Scharmann (Grundschule Hasselt).

Foto: Andreas Daams

Bedburg-Hau.   Das Kinder- und Jugendtheater mini-art geht mit zahlreichen Projekten und neuer Förderung ins erste Halbjahr.

Wie kann man sich den Tod vorstellen? Das Sterben? Den Verlust eines Angehörigen, eines Freundes oder auch nur eines Haustiers? Menschen lenken sich gerne ab, um über diese Fragen nicht nachdenken zu müssen. Gerade Kinder will man vor allem, was mit dem Ende des Seins zu tun hat, beschützen. Der Förderverein des katholischen Teilstandortes der Grundschule St. Markus in Hasselt hatte eine andere Idee. Die Schule solle sich doch mal mit dem Thema befassen. Eine gute Idee, fand Wilma Scharmann, die den Teilstandort leitet. Ihr erster Ansprechpartner: das Theater mini-art.

Projekt zum Thema Abschied

So wird hier nun also Ende des Monats ein Projekt zum Thema Abschied, Trauer, Tod stattfinden. Gemeinsam mit der Grundschule, dem Verein Herzenswunsch Niederrhein und dem Hospiz am St.-Antonius-Hospital Kleve. „Wir freuen uns, mit Kindern mal ohne Druck und ohne Not spielerisch an das Thema herangehen zu können“, sagt Maria Reinders von der Hospizgruppe. Wilma Scharmann ist überzeugt, dass dieses Projekt den Kindern eine Menge bringen wird: „Sie werden besser mit Gefühlen und Abläufen umgehen und die Angst vor diesen Dingen verlieren.“

Emotionale Intelligenz

Typisch mini-art: Projektarbeit mit verschiedenen Vereinen und Institutionen. „Wir haben einen ganzheitlichen Blick auf die Welt“, erläutert Sjef van der Linden von mini-art. Dazu gehört, wieder ein Gefühl für sich selbst zu entwickeln, um die anderen und die Natur zu respektieren. Mit diesem Konzept wird das Theater nun in diesem und im nächsten Jahr umfangreich vom Bonner Fonds Soziokultur gefördert. Davon profitieren wiederum die Projekte.

Zum Beispiel das Theaterprojekt zum Thema „Emotionale Intelligenz“ mit Oberstufenschülern der Erzieherklassen am Berufskolleg Kleve. „Die Arbeit mit schwierigen Kindern nimmt ja kontinuierlich zu“, hat Crischa Ohler von mini-art beobachtet. Ein anderes Projekt ist inklusiv gedacht: Zum Welt-Down-Syndrom-Tag 2018 treffen sich am 21. März Studierende der Fachschule für Sozialpädagogik des Berufskollegs Mönchengladbach und Jugendliche des Vereins Kleeblätter 21, um gemeinsam Theater zu machen. Gemeinsames Theater unter Leitung von Crischa Ohler und Sjef van der Linden wird es auch mit zwei Grundschulklassen aus Weeze und Wemb geben – grenzüberschreitend.

Ente, Tod und Tulpe als Familienvorstellung

Neben weiteren Projekten stehen natürlich auch Stücke auf dem Programm. Ente, Tod und Tulpe wird am 25. Februar um 16 Uhr als Familienvorstellung zu sehen sein, der Erlös geht an den Verein Herzenswunsch. Ännes letzte Reise gibt es am 3. März um 19.30 Uhr, Schulvorstellungen sind am 5. und 6. März. Das deutsch-niederländische Sprachspiel „Falsche Freunde“ läuft am 7. März in der Societät Emmerich. Und auch mit Goch gibt es jetzt eine Kooperation: Crischa Ohler liest am 9. März um 19 Uhr aus dem Buch „Empört euch“ von Stéphane Hessel.

Die Lesung findet im Rahmen der Gocher Stolpersteinverlegung statt. „Bruno der Briefträger“ ist dann am 13. Mai um 16 Uhr während der Kreis Klever Kultourtage zu sehen – Eintritt frei. Bruno ist übrigens eine Paraderolle für Sjef van der Linden. Vor einigen Wochen sprach ihn im Supermarkt ein Kind an, das das Stück wohl gesehen hatte: „Hallo Bruno, hast du den Brief denn noch abgegeben, den du abgeben solltest?“ Da ist selbst der Routinier sprachlos.

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