Soziales

Wege zum sozialen Europa

Foto: NRZ

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Bezirksverband der Arbeiterwohlfahrt tagte im Euregiohaus in Kleve. Aufgaben der niederländischen Verbände waren Thema.

Sie sind anders strukturiert – die Wohlfahrtsverbände im Nachbarland, den Niederlanden. „Obwohl wir so nah beieinander wohnen, wissen wir doch so wenig voneinander", weiß Bettina Trenckmann, Kleves AWO-Kreisvorsitzende. Und damit sich das ändert, beschreitet die Arbeiterwohlfahrt neue Wege. Paul Saatkamp, Urgestein und Ehrenvorsitzender des niederrheinischen Bezirksverbands griff das Anliegen vor zwei Jahren auf. Damals bei der Kreisdelegiertenkonferenz im Klever Euregio-Forum wurde die Idee geboren.

Wie groß das Interesse der vier Bezirksverbände der Arbeiterwohlfahrt ist, über den Tellerrand hinaus zu schauen - und von den niederländischen Nachbarn zu lernen, bewies sich am Samstag an selber Stelle. Denn unter dem Motto: „Wege zum sozialen Europa” hatte die AWO-Landesarbeitsgemeinschaft NRW in die Schwanenstadt eingeladen. Zahlreiche Themen, von Aufgaben der freien niederländischen Verbände bis hin zur Betrachtung eines sozialen Europas aus Sicht des Landes NRW, standen auf der Tagesordnung. Das Interesse war deswegen so groß, weil drei der vier Bezirksverbände mit ihren insgesamt über 25000 ehrenamtlich und über 32500 hauptamtlich Aktiven eine nachbarschaftliche Grenze zu den Niederlanden haben, so Gunder Heimlich, Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft: „Die Bemühungen voneinander zu lernen sind vom Klever Kreisverband stark forciert worden”.

Wie die Arbeit auf der anderen Seite aussieht, davon konnte sich der Klever AWO-Kreisverband bereits überzeugen. „Grundsätzlich nehmen die Niederländer viel mehr Geld in die Hand”, erläuterte Geschäftsführer Viktor Kämmerer. In Doetinchem gebe es ein Sozialbüro – wie oft in den Niederlanden – das mit „Geld von der Stadt” arbeite. Es sei eine Begegnungsstätte, in der Ehrenamtliche von einer hauptamtlichen Kraft zum Beispiel im Bereich Pflege geschult würden. „Ein Anlaufpunkt für sämtliche soziale Belange”, ergänzte Bettina Trenckmann. Ebenfalls konnte man sich über die Arbeit zweier niederländischer Frauenhäuser bereits informieren. Über Unterschiede und Gemeinsamkeiten werde man Ende April bei einem Besuch der Niederländer in Kleve berichten. Europa lebt!

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