Landwirtschaft

Wie wertvoll ist Gülle im Bereich rund um Weeze und Goch?

Wim van Dijk von der Wageningen Universität informierte die Landwirte. 

Wim van Dijk von der Wageningen Universität informierte die Landwirte. 

Foto: Gemeinde Weeze

Weeze / Goch.  Deutsche und niederländische Landwirte informierten sich und sahen große Unterschiede.

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Wie wertvoll kann das Abfallprodukt Gülle für die Landwirtschaft sein? Vor welche Herausforderungen stellt die neue Düngeverordnung die Landwirte im Arbeitsalltag? Wie können sich Betriebe perspektivisch aufstellen? Über Fragen wie diese diskutierten nun rund 65 Landwirte aus dem deutsch-niederländischen Grenzgebiet auf Schloss Wissen. Sie waren der Einladung durch das Interreg-Projekt „Dynamic Borders“ gefolgt, das unter anderem einen Schwerpunkt im Bereich Agrobusiness setzt.

Die Auflagen der Düngemittelverordnung stellen Landwirte in Deutschland und den Niederlanden in der Praxis vor große Herausforderungen – und lassen sie zurzeit teilweise an Grenzen stoßen. Das war eine der Erkenntnisse der rund 65 Landwirte aus den Kommunen Goch, Weeze, Bergen, Boxmeer, Cuijk und Gennep.

Dokumentationspflichten haben mit praktischer Landwirtschaft nicht mehr viel zu tun

„Die für 2020 noch geplanten Maßnahmen wie die umfangreichen Dokumentationspflichten haben mit praktischer Landwirtschaft nicht mehr viel zu tun. Insbesondere für kleinere Betriebe und zur Erntezeit ist das kaum zu leisten“, stellte Bärbel Buschhaus fest. Gemeinsam mit weiteren Referenten präsentierte die Kreislandwirtin, welche Möglichkeiten sich im Kontext strengerer Regelungen bieten. Dabei stellte Wim van Dijk – Experte für Boden- und Nährstoffmanagement von der Universität Wageningen – wissenschaftliche Projekte vor, die die Güllebehandlung nachhaltig verbessern sollen.

Die Belastungen für Flüsse wie die Niers und das Grundwasser thematisierte Prof. Dr.-Ing. Dietmar Schitthelm vom Niersverband, während Jan Pijnenburg über die Herausforderungen und Möglichkeiten für den Export von Gülle referierte. Der Berater für Agrarunternehmen gab dabei insbesondere den niederländischen Landwirten wertvolle Tipps, wie sie den Auflagen hierzulande gerecht werden können.

Eine andere Perspektive auf das Thema eröffnete Ole Weinkath. Der Inhaber von „Der andere Weg“ zeigte mit Jens Bodden vom Bioland Geflügelhof Bodden auf, wie der Einsatz von Mikroorganismen bei der Verwertung von Gülle zu nachhaltigen Erfolgen führen kann. „Es entstehen weniger Schadstoffe, dafür aber ein gesünderes Pflanzenwachstum“, erklärte der Unternehmer.

Deutlich wurden die großen Unterschiede, wie das Thema Gülle diesseits und jenseits der Grenze angegangen wird. So stand der Austausch mit den Landwirt-Kollegen aus dem Nachbarland im Mittelpunkt.

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