FDP-Antrag

Wie wird der Klever Spoykanal wieder sauber?

Blick auf den Spoykanal in Richtung der Hochschule.

Foto: Niklas Preuten

Blick auf den Spoykanal in Richtung der Hochschule.

Kleve.   Die FDP wünscht sich ein Gutachten zur Verbesserung der Wasserqualität. Die Verwaltung möchte Ende des Jahres ein Konzept vorstellen.

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Egal, ob die Schleuse bestehen bleibt, erneuert wird oder ob sie gänzlich verschwindet: Die Gewässerqualität des Spoykanals muss dringend verbessert werden. Das sehen zumindest die Freien Demokraten in Kleve so und stellten jetzt einen Antrag zur Verbesserung der Wasserqualität. „Der Sauerstoffgehalt ist zu niedrig und der Klimawandel mag dazu beitragen, dass die Algenbildung im Kanal immer stärker wird. Das regelmäßig Entfernen der Algen ist eine Maßnahme, die eher hilflos erscheint“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Daniel Rütter im Stadtrat. Es sei an der Zeit Experten an die Sache heranzulassen: „Wir brauchen jetzt Leute, die sich mit so etwas auskennen“, sagte Rütter.

Die FDP wünscht daher ein wissenschaftliches Gutachten, welches Lösungsansätze aufzeigen soll, wie man eine nachhaltige ökologische Verbesserung der Gewässerqualität im Spoykanal erzielen kann. „Gerade in Bezug auf die Schleuse bedarf die Frage der Gewässerqualität einer fundierten Untersuchung“, heißt es im FDP-Antrag. Eine Kooperation mit der Hochschule Rhein-Waal sei wünschenswert.

Weniger Wasserbewegung in Zukunft

Bestärkt sah sich Rütter in seinem Anliegen nach der Vorstellung der neuen Schleusen-Pläne. Der Wasserbauingenieur konnte bestätigen, dass der Abfluss der Wassermengen künftig geringer sein wird als bei der alten Schleuse. Dies bedeutet, dass es noch weniger Wasserbewegung geben wird als in der Vergangenheit.

Kämmerer Willibrord Haas erklärte, dass die Verwaltung seit über einem Jahr an dieser Gesamtproblematik arbeite. Man werde eine Konzeption bis Jahresende vorstellen können. Der angedachte Einsatz von Karpfen sei aus ökologischer Sicht nicht sinnvoll. Haas sagte, dass es durchaus verschiedene Ansätze gebe, wie man den Spoykanal sauberer machen könne.

Verwaltung stellt Konzept zum Jahresende vor

Daniel Rütter blieb ob dieser Informationen skeptisch: „Ich habe nicht die Erwartung an die Verwaltung, dass die fachliche Qualität vorhanden ist, um diese Frage lösen zu können. Da müssen sich Wissenschaftler drum kümmern“, so sein Einwand. Bürgermeisterin Sonja Northing sagte, dass man externen Sachverstand einholen werde.

Der FDP-Antrag wurde vorerst zurückgestellt. Zum Jahresende möchte die Klever Verwaltung ihre Konzeption vorstellen.

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