Ratsentscheidung

Wisseler See könnte im Mai verkauft werden

Nach jahrelangen Bemühungen gibt’s jetzt einen potenziellen Käufer für die Freizeitstätte Wisseler See (FWS). Im Mai will der Rat entscheiden, ob der Investor aus Mülheim den Zuschlag erhält.

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Nach jahrelangen Bemühungen gibt’s jetzt einen potenziellen Käufer für die Freizeitstätte Wisseler See (FWS). Im Mai will der Rat entscheiden, ob der Investor aus Mülheim den Zuschlag erhält. Foto: Privat

Kalkar.   Potenzieller Käufer der Freizeitstätte Wisseler See stellte in nichtöffentlicher Sitzung seine Pläne vor. Die Entscheidung folgt im Mai.

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Er ist Hochleistungs-Sportler – und hat’s wohl sportlich gesehen, dass seine Pläne für den Kauf der Freizeitstätte Wisseler See vorab in der NRZ bekannt wurden. Denn darüber hatte der 58-jährige Mülheimer und potenzielle Investor kein Wort verloren, als er in nichtöffentlicher Sitzung dem Rat seine Vorstellungen persönlich präsentierte – und allem Anschein nach gute Karten für den Zuschlag haben dürfte, auch wenn „die Verträge nunmehr endverhandelt werden müssen“, wie es in einer Stellungnahme der Stadt heißt.

„Sehr professionell“ sei das Auftreten des Chefs der „Harsveldt und Real Freizeitanlagen“ gewesen, hieß es, der heute schon acht Ferien- und Campinganlagen, davon sechs in NRW, eine in Niedersachsen und Hessen und einen Yachthafen besitzt. Drei Stunden lang, bis 23 Uhr, beschäftigten sich die Ratsmitglieder mit dem Thema.

Sondersitzung soll nicht mehr geplant sein

Kalkar versucht seit Jahren, die 100-prozentige Tochter zu verkaufen, die die Stadt vor Jahrzehnten vom Kreis Kleve übernommen hatte. Nun ist man auf der Zielgeraden. „Jetzt werden die Eckpunkte jenes Bieters zugrundegelegt, dessen Angebot Rat und Verwaltung favorisieren“, heißt es weiter.

Nach NRZ-Informationen ist jedenfalls von einer Sondersitzung nicht mehr die Rede, die vom Forum wegen möglicher finanzieller Risiken für die Stadt zunächst beantragt worden war. Es scheint zu reichen, dass die Verhandlungen vom Rat begleitet und vom Rechtsanwalt fachlich bewertet werden.

Investor will Freizeitstätte umbauen

Wie berichtet, will der Mülheimer 3,15 Millionen Euro für die FWS-Anteile zahlen, für die Sonderbaufläche Hotel und das Ferienhaus-Grundstück sowie weitere Grundstücke 550 000 Euro. Zudem soll ein Pachtvertrag mit 20-jähriger Laufzeit (40 000 Euro jährlich) vereinbart werden. Darüber hinaus verpflichtet er sich, zehn Millionen Euro zu investieren, um die Freizeitstätte zu einer Event-Location zu machen – mit Wasserski-Anlage, überdachter „Stehender Welle“ ähnlich der an der Isar in München und einiges mehr.

Die Politik findet jedenfalls ebenso an all dem Gefallen wie die Verwaltung. Die aber um Verständnis bittet, dass „aus Rücksicht auf das noch laufende nichtöffentliche Vergabe-Verfahren weder zum Konzept noch zu weiteren Aspekten eine Aussage getroffen wird“, so Bürgermeisterin Britta Schulz.

Nach NRZ-Informationen dürfte sich aber zumindest etwa für die Dauercamper, auch fürs Personal, absehbar erst mal nichts Gravierendes ändern. Unterschrieben werden sollen die Verträge im Mai. „Dann wird es eine öffentliche Informationsveranstaltung in Wissel geben“, kündigt die Verwaltungschefin schon mal an.

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