Zentrum Entrepreneurship

Zentrum Entrepreneurship Kalkar eröffnet

Interessierte Gäste aus Wirtschaft und Politik in Kalkar.

Interessierte Gäste aus Wirtschaft und Politik in Kalkar.

Foto: Andreas Gebbink

Kalkar.   In Kalkar stellte sich das neue „Zentrum Entrepreneurship“ vor. Im ehemaligen Gründerzentrum soll jungen Menschen der Start erleichtert werden.

Neues Leben soll in das alte Gründerzentrum von Kalkar. Seit 20 Jahren gibt es die Einrichtung für junge Unternehmer im Gewerbegebiet von Kehrum und mit der Zeit sind die Ideen und der Schwung des Zentrums in die Jahre gekommen. Bürgermeisterin Britta Schulz wünscht sich frischen Schwung für das Haus und lud am Mittwochabend zur Eröffnung des neuen „Zentrums Entrepreneurship“. In Kalkar-Kehrum sollen junge, ideenreiche Start-Ups und Freelancer eine neue Anlaufstelle finden.

Gute Kontakte nach China

Motor für neue Ideen ist Christian van Aarßen, der sein Konzept Vertretern aus Politik und Wirtschaft vorstellte. Van Aarßen ist selbst als Start-Up in der Computerbranche in Kleve gestartet und nach einigen Jahren gescheitert. Er wagte danach einen großen Schritt und ging für zehn Jahre nach China. Hier brachte er deutsche und chinesische Unternehmer zusammen und gründete in Shanghai Businessclubs.

Mit diesem reichen Wissen und zahlreichen Kontakten ist Christian van Aarßen wieder an den Niederrhein zurückgekehrt. Seit 2016 arbeitet er hier, er spricht fließend Chinesisch, Französisch und Englisch. Zum Auftakt kann er bereits zwei neue Mieter für das Gründerzentrum ankündigen, ein weiterer Mieter aus China wird folgen. Van Aarßen sagte im Gespräch mit der NRZ, dass es sich dabei um eine „Venture-Capital-Gesellschaft“ handelt – also einen Risiko-Kapitalgeber, der vor allem junge, aufstrebende Unternehmer unterstützen möchte.

17 von 20 Büros sind bereits vermietet

Die Auslastungsquote des Gründerzentrums ist gar nicht so schlecht. 17 von 20 Büros seien bereits vermietet, so van Aarßen. Gleichwohl suche man noch weitere junge Leute, die ihr Glück am Niederrhein versuchen. Um Netzwerke aufbauen zu können, wird künftig ein Co-Working angeboten – kleine offene Runden, in denen sich zum Beispiel Freelancer mit anderen Jungunternehmern austauschen können.

Neue Chancen

Bürgermeisterin Britta Schulz ist vom Konzept überzeugt und hält das Zentrum Entrepreneurship für eine bedeutsame Einrichtung: „Dat wird wat“, sagte sie niederrheinisch bodenständig zu den Vertretern der Wirtschaft. „Wenn es uns gelingt, das Gründerzentrum zu beleben, dann profitiert auch die regionale Wirtschaft davon“, so Schulz. „Wir müssen gemeinsam etwas auf den Weg bringen. Wir müssen die Zukunft anpacken und nicht darauf warten, dass sie kommt.“

Die Stadt Kalkar hat mit Christian van Aarßen einen mehrjährigen Beratervertrag geschlossen. Seine Lebensgefährtin Martina Ihle führt das Bistro. Die Öffnungszeiten des neuen Zentrums sind jetzt von 8 bis 20 Uhr.

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