Verkehr

Zuckerrübenernte - Ab Montag viele Trecker auf den Straßen

Archivbild: Ab dem 11. September sind vermehrt Erntetransporter auf den Straßen unterwegs. Die Zuckerrübenfabriken im Land starten in ihre Hauptsaison. Foto: Johannes Kruck/Archiv

Archivbild: Ab dem 11. September sind vermehrt Erntetransporter auf den Straßen unterwegs. Die Zuckerrübenfabriken im Land starten in ihre Hauptsaison. Foto: Johannes Kruck/Archiv

Am Niederrhein.   Am 11. September beginnt die diesjährige Zuckerrüben-Saison. Dann sind vermehrt Erntetransporte auf den Straßen. Verband mahnt zu Rücksicht.

Tempo 100 ist für sie nicht erlaubt: Ab Montag, 11. September, sind an Rhein und Ruhr wieder vermehrt Trecker auf den Straßen. Die Zuckerrübenernte hat begonnen. Der Rheinische Landwirtschaftsverband (RLV) wirbt um Verständnis und Rücksicht im Straßenverkehr.

"Landwirte müssen mit Zuckerrüben immer weitere Strecken fahren", sagt eine Sprecherin des Verbandes auf Anfrage. Grund: Im Rheinland gibt inzwischen nur noch drei Zuckerwerke, bei Kalkar, Jülich und in Euskirchen. Insgesamt sind es mit dem Werk im westfälischen Lage in NRW vier.

Zuckerrübenernte geht bis zum 10. Januar - oder noch etwas länger

In der Zuckerfabrik in Kalkar-Appeldorn geht die diesjährige "Zuckerrübenkampagne" am 11. September los. Die Zuckerfabriken Euskirchen und Jülich starten einen Tag später. Es ist fast wie im Flugverkehr: Die Zuckerfabriken haben die Saison bis ins Kleinste vorgeplant. Landwirte haben feste Termine, an denen sie ihre Ware abliefern müssen.

Am 10. Januar soll die Zuckerrübenernte abgeschlossen sein. "Sollte der Ertrag um 20 Prozent höher liegen, würde die Kampagne um zehn Tage verlängert werden", teilte der Landwirtschaftsverband mit. Experten gehen davon aus, dass 2017 eine Rekordernte ansteht, die den zurückliegenden Rekord aus der Zuckerrübensaison 2014 noch übertreffen könnte.

"Landwirtschaftsmaschinen auf der Straße werden oft falsch eingeschätzt"

"Sowohl Niederschlag als auch Sonne kamen für die Zuckerrüben in diesem Jahr zur rechten Zeit", teilte der RLV mit. Das trockene, kalte Frühjahr haben den Rüben zudem nichts anhaben können obwohl vom Winter 2016 bis zum Frühjahr diesen Jahres rund 150 bis 250 Millimeter Niederschlag gefehlt hätten, heißt es in einer Mitteilung.

Mit Blick auf den Straßenverkehr bittet man beim RLV um Rücksicht. Zumal auch die Maisernte dazu führt, dass jetzt vermehrt Landwirte mit ihren oft überbreiten und im Vergleich zu anderen Fahrzeugen langsamen Maschinen auf den Straßen unterwegs sind. "Größe, Breite und Geschwindigkeit der Maschinen werden oft falsch eingeschätzt", warnt man beim RLV. "Hinzu kommt, dass die Maschinen beim Abbiegen weit ausscheren müssen." (dae)

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