Erweiterung

Zuckerrübenfabrik Pfeifer & Langen bekommt ein neues Gesicht

Andreas Dolls (links) und Jürgen Pintzke stehen vor der neuen Siloanlage und der Sieb- und Versandstation.

Foto: Niklas Preuten

Andreas Dolls (links) und Jürgen Pintzke stehen vor der neuen Siloanlage und der Sieb- und Versandstation. Foto: Niklas Preuten

Kalkar-Appeldorn.   Die Zuckerrübenfabrik Pfeifer & Langen investiert in Appeldorn 25,5 Millionen Euro in zwei Silos und eine Sieb- und Versandstation.

Die Silhouette der Appeldorner Zuckerfabrik hat sich in den vergangenen Monaten weithin sichtbar verändert. Zweieinhalb Meter pro Tag sind die beiden neuen Zuckersilos in die Höhe gewachsen. Die nachgelagerte Sieb- und Verladestation lässt Pfeifer & Langen derzeit gleich nebenan entstehen. Bis zum Sommer soll die insgesamt 25,5 Millionen Euro teure Erweiterung des Standortes fertig gestellt sein. Die NRZ schaute sich knapp ein Jahr nach dem ersten Spatenstich den aktuellen Stand des Großprojektes an.

Spektakuläre Brückenmontage

„Wir hatten bis November gutes Bauwetter, danach kamen Regen und Sturm“, sagt Jürgen Pintzke, Leiter der kaufmännischen Verwaltung am Standort. Dennoch lägen die Bauarbeiten im Zeitplan. Die beiden Silos mit jeweils 40 000 Tonnen Fassungsvermögen, 40-Meter-Durchmesser und weißer Fassade haben bereits die endgültige Höhe von 55 Metern an den markanten Kegeldächern erreicht. 15 Meter tief in den Boden wurden zudem Stelzen getrieben, auf denen die zwei mächtigen Stahlbetonzylinder stehen. „Wir haben dabei eine Million Euro in den Sand gesetzt“, sagt Andreas Dolls, Standortleiter Produktion und Technik, und lacht über seine Formulierung.

Im 65 Meter hohen Elevatorturm, der zwischen den beiden Silos errichtet wird, sind das Treppenhaus und die Fördertechnik untergebracht. In rund drei Wochen kommt es in dieser luftigen Höhe zu den wohl spektakulärsten Arbeiten im Zuge der Fabrikerweiterung: Ein riesiger Kran wird dann eine am Boden vormontierte Brücke aufs Dach hieven, von wo später durch mehrere Rohre der Zucker in die Silos rieseln wird. Die Lager werden erstmals während der am 2. Mai beginnenden Dicksaft-Kampagne parallel befüllt und dabei circa zehn Zentimeter in den Boden sinken.

Erste Lkw im Sommer

Von den Silos gelangt der Zucker über ein Technikgebäude, dessen Fundament in den vergangenen Tagen gegossen wurde, in die ebenfalls neu zu bauende Sieb- und Versandstation. Spätestens im April sollen die Arbeiten an der Halle abgeschlossen sein. „Wenn alles funktioniert, können die ersten Lkw im Sommer vom Werk fahren“, so Dolls. Diese werden die derzeitige Ein- und Ausfahrt nehmen. Eine ehemals diskutierte zweite Zufahrt auf das Gelände ist vom Tisch. „Alle Lkw fahren damit am Pförtner vorbei. Für den Werkschutz ist das besser“, sagt Dolls.

Durch die neue Siloanlage in Appeldorn spart sich Pfeifer & Langen den rund 100 Kilometer langen Transportweg nach Wevelinghofen, wo der Zucker bislang zwischengelagert wird, – und damit Geld und Zeit. „Wir können so in einer immer schnelllebigeren Zeit kurzfristig reagieren“, argumentiert Andreas Dolls. Für die Investition sprächen zudem die Standortvorteile in Appeldorn. „Der Niederrhein ist nicht weit weg von unseren Kunden, wir bauen die Rüben hier an und der Rhein bietet Transportmöglichkeiten“, führt Jürgen Pintzke aus. Auch der Verkehr auf den Straßen sei nicht so angespannt wie im Ruhrgebiet.

>> WEITERE MITARBEITER GESUCHT

Zehn Mitarbeiter stoßen im Zuge der Erweiterung der Zuckerfabrik ganzjährig zur Belegschaft in Appeldorn. „Wir suchen noch vier weitere Mitarbeiter“, sagt Jürgen Pintzke, der für das Personal zuständig ist. Insbesondere Schlosser und Elektriker, aber auch in der Logistik erfahrene Kräfte werden gebraucht.

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