Coronakrise

Zwei Niag-Ticketbusse starten im Juni im Kreis Kleve

Die Niag testet mobile Kundencenter in zwei „Ticketbussen".

Die Niag testet mobile Kundencenter in zwei „Ticketbussen".

Foto: Ulla Michels

Kreis Kleve.  Die mobilen Kundencenter des Verkehrsunternehmens Niag werden vorübergehend Fahrkarten und Tickets anbieten.

Ab dem 2. Juni werden zwei Ticketbusse der Niag als mobiles Kundencenter in verschiedenen Städten des unteren Niederrheins das komplette Fahrkartensortiment anbieten. Vor allem an Wochenmärkten und an Einkaufszentren in verschiedenen Städten und Orten in den Kreisen Wesel und Kleve werden die beiden Fahrzeuge in der Regel für jeweils zwei Stunden die Fahrausweise anbieten.

Zeiten und Standorte der Ticketbusse sind auf der Internetseite abrufbar

Die Busse werden dazu an nahe gelegenen Haltestellen stationiert sein. Zeiten und Standorte der Ticketbusse sind ab kommender Woche auf der Internetseite der Niag Unternehmensgruppe unter niag-online.de abrufbar. Der zum Ticketbus umfunktionierte Linienbus ist vom Bürgersteig aus praktisch ebenerdig zu betreten und bietet so auch Menschen mit Gehbehinderung eine Zugangsmöglichkeit.

Zum Start besteht zunächst die Möglichkeit der Barzahlung, die Niag prüft derzeit Instrumente für kontaktloses Bezahlen. Auf diesem Weg erworbene Tickets sind, ebenso wie die im Kundencenter, online oder in Automat. Die Ticketbusse sollen voraussichtlich so lange unterwegs sein, wie der Ticketerwerb bei den Busfahrerinnen und -fahrern coronabedingt nicht möglich ist. Seit dem 14. März ist der Fahrkartenverkauf in den Bussen der Niag und von Look sowie beauftragter Unternehmen bis auf weiteres ausgesetzt. Die Fahrgäste sind seitdem gebeten, die Busse ausschließlich über die hinteren Türen zu betreten. Die vordere Tür beim Fahrpersonal bleibt geschlossen, der vordere Fahrerbereich wird gemäß einer Richtlinie des Bundesverbands Deutscher Verkehrsunternehmen zur Pandemieplanung abgetrennt. Damit soll die Wahrscheinlichkeit einer Virenübertragung beim Ticketkauf und einem damit verbundenen Geldwechsel sowohl für alle Fahrgäste als auch für die Fahrerinnen und Fahrer verringert werden.

Die Niag prüft zurzeit technische Alternativen zum Ticketverkauf

Niag-Vorstand Peter Giesen: „Derzeit arbeiten wir an technischen Alternativen, die demnächst einen Ticketverkauf im Bus wieder ermöglichen könnten.“ Aktuell stehen die Sicherheit und die Gesundheit der Fahrgäste und der Fahrerinnen und Fahrer an oberster Stelle. „Um im das Infektionsrisiko zu verringern, setzen wir auf vorbeugende Maßnahmen“, erläutert Giesen und betont: „Es ist uns wichtig, dass unsere Region auch in dieser schwierigen Phase mobil bleibt.“

Ein zweistündiger Test mit dem Ticketbus in Kamp-Lintfort hatte größeres Interesse ergeben. Giesen: „Wir sehen uns mit dem Ansatz bestätigt und wollen helfen, unseren Fahrgästen den Zugang zu Tickets zu erleichtern.“ Die Idee zum Ticketbus war im Niag-Betriebsteam entstanden und in kurzer Zeit zusammen realisiert worden. Innerhalb einer Woche wurden ein Linienbus und ein Kleinbus mit einem Verkaufsbereich ausgestattet und das Personal entsprechend geschult.

Für den Ticketerwerb stehen nach wie vor auch die Vertriebswege Kundencenter, Verkaufsstellen und Handyticket (handyticket.de/portals/web/x/niag/login.html) zur Verfügung. Beratung über das Ticketangebot gibt es in den Niag-Kundencentern. Mehr hierzu auf der Homepage unter niag-online.de/bus-bahn/kundencenter-mehr/.

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