Coronavirus

Appell an Bürger im Kreis Olpe: „Bleiben Sie zu Hause!“

Landrat Frank Beckehoff (Dritter von rechts) und die Bürgermeister der Kommunen im Kreis Olpe (hier auf einem Archivbild mit Regierungspräsident Hans-Josef Vogel [Vierter von rechts]) appellieren an die Bürger: „Bleiben Sie zu Hause!“

Landrat Frank Beckehoff (Dritter von rechts) und die Bürgermeister der Kommunen im Kreis Olpe (hier auf einem Archivbild mit Regierungspräsident Hans-Josef Vogel [Vierter von rechts]) appellieren an die Bürger: „Bleiben Sie zu Hause!“

Foto: Nathalie Sieland / WP

Kreis Olpe.  Die Bürgermeister und der Landrat im Kreis Olpe wenden sich an die Bevölkerung. Manche hätten den Ernst der Coronavirus-Krise noch nicht erkannt.

Auch im Kreis Olpe hätten manche Bürger den Ernst der Lage noch nicht erkannt. Das fürchten die Bürgermeister und der Landrat, weshalb sie sich am Freitag mit einem eindringlichen Appell an die Bevölkerung wenden.

„Wir durchleben momentan eine herausfordernde Zeit, die uns alle auf eine harte Probe stellt“, stellen sie fest. „Das Corona-Virus und der Kampf gegen die Epidemie haben unser Land in kurzer Zeit dramatisch verändert.“ Das Ziel der Bemühungen sei es, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen, sie über Monate zu strecken und so Zeit zu gewinnen, damit die Forschung ein Medikament und einen Impfstoff entwickeln kann. „Aber vor allem auch Zeit, damit diejenigen, die erkranken, bestmöglich versorgt werden können.“

Jeder einzelne kann Beitrag leisten

Dazu könne jede und jeder einen Beitrag leisten, so dass die Verwaltungschefs alle Mitmenschen im Kreis Olpe auffordern: „Kein Handschlag mehr, gründlich und oft die Hände waschen, mindestens 1,5 Meter Abstand zum Nächsten halten und die sozialen Kontakte auf ein Minimum beschränken.“

Die Bürgermeister und der Landrat räumen ein: „Es mag gerade angesichts des schönen Wetters verlockend sein, eng mit der Clique zusammenzustehen oder mit Freunden einen Kaffee oder ein Bier in der Sonne zu genießen.“ Doch dies sei derzeit nicht möglich. „Die Lage ist ernst“, greifen sie die Worte der Bundeskanzlerin aus der Fernsehansprache auf. „Wir müssen verzichten, um anderen zu helfen.“

Wer unnötige Begegnungen vermeidet, helfe dabei, dass sich ältere und kranke Menschen nicht anstecken. Dies unterstütze zudem alle, die sich in den Krankenhäusern um täglich mehr Erkrankte kümmern müssen. „Im Moment ist nur Abstand Ausdruck von Fürsorge“, zitieren sie noch einmal die Bundeskanzlerin.

Noch strengere Maßnahmen denkbar

Die Bürgermeister der sieben Kommunen und Landrat Beckehoff zeigen die Konsequenzen auf, sollten die Appelle nicht fruchten: Die Behörden würden gezwungen sein, noch strengere Maßnahmen zum Schutz der Allgemeinheit zu ergreifen.

„Wir haben es in der Hand, wie es weitergeht. Es kommt auf uns alle, auf jeden Einzelnen von uns und sein Verhalten an. Akzeptieren wir die Einschränkungen und strengen wir uns an, um unser Ziel zu erreichen. Verfallen wir nicht in Panik, aber nehmen wir die Bemühungen auch nicht auf die leichte Schulter. Seien wir rücksichtsvoll und schützen und stärken wir uns gegenseitig. Dann können wir zuversichtlich sein, dass wir diese Krise gemeinsam überwinden werden“, schließt der Appell.

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