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Attendorn: Gedia investiert 40 Millionen Euro in neues Werk

Die Gedia Automotive Gruppe  investiert 40 Millionen in den Bau eines neuen Werkes in Attendorn.

Die Gedia Automotive Gruppe investiert 40 Millionen in den Bau eines neuen Werkes in Attendorn.

Foto: Gedia

Attendorn.   Die Gedia Automotive Gruppe tätigt die größte Investition der Firmengeschichte. Durch den Bau wird auch ein Beschäftigungszuwachs erwartet.

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In direkter Nachbarschaft zur bestehenden Firmenzentrale mit Entwicklungs- und Technologiezentrum, Produktion und Werkzeugbau baut die Gedia Automotive Gruppe am Standort Askay 35, in Attendorn Ennest, ein neues Werk. Das Unternehmen investiert insgesamt 40 Millionen Euro.

„Diese größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte der Gedia Gruppe ist erneut ein deutliches Bekenntnis zum Standort Attendorn und unterstreicht damit dessen besondere strategische Bedeutung“, sagt Jürgen Hillesheim, Vertreter der Familiengesellschafter. Im Neubau, genannt Aksay II, soll ein hochmodernes Platinenschneidezentrum sowie eine neue Hotforming Line entstehen. Und nicht nur das: Durch die Großinvestition werde auch ein Beschäftigungszuwachs erwartet. Derzeit sind rund 950 Mitarbeiter in Attendorn beschäftigt. Die Gedia Gebrüder Dingerkus GmbH, zugehörig zur Gedia Automotive Gruppe, produziert dort Strukturteile und Zusammenbauten für den automobile Karossenleichtbau.

Innovation wird subventioniert

„Um unsere Produkte stets an die Anforderungen des Automobilmarkes anzupassen und langfristig konkurrenzfähig zu bleiben, gehen wir mit dem Bau unseres neuen Werkes einen Schritt weiter in Richtung Zukunft und erweitern zudem unsere eigene Wertschöpfungskette“, erklärt Helmut Hinkel, Geschäftsführer der Gedia Automotive Gruppe.

Bis zu 25 Tonnen schwere Stahl-Coils laufen zukünftig voll automatisiert in das neue Platinenschneidezentrum. Dort werden die Bandstahlrollen zugeschnitten und auf ihre Qualität überprüft. Im nächsten Schritt werden die für die Produktion der Karosserieteile benötigten Platinenzuschnitte aufgenommen und in der neuen Hotforming Line auf über 900 Grad erhitzt. Durch den Einsatz der patentierten Gedia TemperBox können die benötigten Platinen dann partiell temperiert werden, bevor sie durch eine Presse umgeformt werden. Mithilfe der TemperBox und einer servohydraulischen Presse werde sowohl energie- als auch materialsparend produziert und das bei gleichbleibenden Qualität- und Sicherheitsstandards.

Da es sich hierbei um eine innovative Technologie handelt und die Anlage möglicherweise zu Demonstrationszwecken genutzt werden könne, wird das Bauprojekt vom Bundesumweltministerium mit fast zwei Millionen Euro subventioniert. Die Baumaßnahmen sollen nach Angaben des Unternehmens spätestens im September dieses Jahres abgeschlossen sein.

10.000 Tonnen Stahl können pro Jahr in der neuen Hotforming Linie zu festen Karosseriebauteilen umgeformt werden.

11.000 Quadratmeter Produktionsfläche entstehen am Aksay im Industriegebiet Attendorn-Ennest.

100.000 Tonnen Stahl können pro Jahr im neuen Platinenschneidezentrum zu Formplatinen verarbeitet werden.

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