Flüchtlingsunterkunft

Messer-Angriff: Das ist das Sicherheitskonzept der ZUE Olpe

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Olpe „Am Finkenhagen“.

Die Zentrale Unterbringungseinrichtung in Olpe „Am Finkenhagen“.

Foto: Verena Hallermann / WP

Olpe.  Am Freitag kam es in der Flüchtlingsunterkunft in Olpe zu einem Messerangriff. Die Bezirksregierung Arnsberg erläutert das Sicherheitskonzept.

In der Zentralen Flüchtlingsunterkunft (ZUE) in Olpe soll ein 21-Jähriger auf seinen Mitbewohner eingestochen haben (unsere Zeitung berichtete). Der 38-jährige Geschädigte erlitt dabei schwere Verletzungen um Bauchraum. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll der Tatverdächtige, der zurzeit in der JVA in Attendorn sitzt, zweimal zugestochen haben. Doch wie konnte es soweit kommen? Die Bezirksregierung Arnsberg erläutert das Sicherheitskonzept.

Laut Christoph Söbbeler, Pressesprecher der Bezirksregierung Arnsberg, greifen in der Flüchtlingsunterkunft strenge Sicherheitsregeln. Rund um die Uhr ist ein vom Land beauftragter Sicherheitsdienstleister stets mit fünf Personen vor Ort. Diese erfassen nicht nur die Anwesenheit der Bewohner. Beim Betreten der Einrichtung erfolgt eine visuelle Kontrolle der Taschen, Rucksäcke oder ähnliches, um den Konsum von Alkohol und Drogen innerhalb der Gebäude möglichst zu unterbinden. „Außerdem würden bei dieser Kontrolle Waffen bzw. waffenähnliche Gegenstände eingezogen werden“, so Christoph Söbbeler. „Rundgänge sowohl durch die Einrichtung als auch auf dem Außengelände werden stündlich durch zwei Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes durchgeführt.“ Weiterhin findet durch den Betreuungs- und Sicherheitsdienst täglich eine Überprüfung der Bewohnerzimmer statt.

Kleinere Streitereien

In der ZUE Olpe sind zurzeit 221 Personen untergebracht. Immer mal wieder kommt es laut Söbbeler zu kleineren Streitigkeiten – auch mit körperlichen Auseinandersetzungen. „Aber durch deeskalierende Maßnahmen sowohl seitens des Betreuungsdienstleisters als auch seitens des eingesetzten Sicherheitsdienstleisters lassen sich diese in der Regel klären und ziehen keine schwerwiegenden Vorfälle nach sich“, sagt er. „Ähnlich schwerwiegende Auseinandersetzungen, wie beim derzeitigen Vorfall, haben sich seit Inbetriebnahme der ZUE Olpe im Jahre 2015 nicht ereignet.“

Betreiber der Einrichtung ist das Land NRW, vertreten durch die Bezirksregierung Arnsberg. Die DRK-Betreuungsdienste sind vom Land NRW beauftragt worden, Leistungen der Organisation und dem Betrieb der Einrichtung für die Flüchtlingen zu erbringen.

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