Ohne Hilfen drohen Insolvenzen

Der Landesverband Physikalischer Therapie – Vereinigung für die physiotherapeutischen Berufe (VPT) mit Sitz in Bergkamen schlägt Alarm: „Wir sind da und bereit, in der Krisensituation auch mit notwendigen Therapien Patienten zu behandeln, aber Patienten sind verunsichert, Ärzte sind verunsichert. Bitte helft uns!“, geht aus einer aktuellen Pressemitteilung hervor.

Die akute Krisensituation betreffe nicht nur Physiotherapeuten, sondern auch Ergotherapeuten, Logopäden und Podologen und könne zu chronischen Behandlungsengpässen führen, sagt Ute Repschläger, Vorsitzende des Spitzenverbandes der Heilmittelverbände (SHV). Aber nicht nur das. Wegen der Corona-Krise sagten immer mehr Patienten ihre Behandlungstermine ab und blieben zuhause. Viele glaubten auch, dass die Praxen aufgrund der verhängten Kontaktverbote geschlossen seien, erläutert Repschläger.

Das sei aber nicht korrekt. Heilmittelerbringer sind systemrelevant, das heiße: sie gehörten ausdrücklich zum Kern der Gesundheitsversorgung wie Krankenhäuser, Ärzte und Apotheker auch. Die selbstständigen Praxisinhaber und deren Angestellte bringe das immer näher an den Rand des wirtschaftlichen Ruins. Repschläger: „Sollten die Praxen aus finanziellen Gründen schließen müssen, wird dies auch in Olpe nicht nur jetzt in der Krise, sondern auf Dauer massive Versorgungsprobleme bringen, was am Ende allen Patienten schadet, weil es Heilungsprozesse verzögert oder unmöglich macht.“

Ohne finanzielle Soforthilfen von der Gesetzlichen Krankenversicherung nehme die Politik wissentlich die Insolvenz von vielen tausend Heilmittelerbringern in Kauf und gefährde damit hunderttausende von Arbeitsplätzen und die Gesundheit der Bevölkerung, so die Vorsitzende.

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