Olpe

Olpe: Neues Parkhaus am Freizeitbad soll Parkdruck lindern

Die vom Bad aus gesehen linke Parkfläche vor dem Olper Freizeitbad soll für den Neubau eines Parkhauses genutzt werden. Als Ersatz für das Parkhaus Franziskanerstraße.

Die vom Bad aus gesehen linke Parkfläche vor dem Olper Freizeitbad soll für den Neubau eines Parkhauses genutzt werden. Als Ersatz für das Parkhaus Franziskanerstraße.

Foto: Foto: Josef Schmidt

Olpe.  Eine Drei-Millionen-Euro-Investition ist für die Jahre 2022/2023 geplant. Die Stadt will etwas gegen den Parkdruck tun.

Parkplätze sind in der Kreisstadt bekanntlich ein politischer Dauerbrenner. Um das ohnehin knapp bemessene Angebot von citynahen Stellflächen mittel- und langfristig aufrecht zu erhalten, plant die Verwaltung den Bau eines Parkhauses auf dem Parkplatz vor dem Freizeitbad.

Wie groß das künftige Parkhaus, das im Haushalt als „Parkpalette“ bezeichnet wird, werden soll, und wie die Zu- und Abfahrt geregelt wird, konnte Tiefbauamtsleiter Thomas Stupperich auf Anfrage noch nicht sagen: „Wir arbeiten momentan an den Grundlagen für die Planung, die im nächsten Jahr ausgeschrieben und an ein Ingenieurbüro vergeben werden soll.“ Wie die Zufahrt geregelt werde, stehe zwar noch nicht im Detail fest, denkbar sei aber eine direkte Anbindung über die Rampe, die derzeit vom Kreisverkehr zum Schwimmbad führe:. „Wer dann von oben einfährt, könnte nach links ins neue Parkhaus einfahren.“ Ob das aber so komme und in welcher Höhe die Zufahrt angelegt werde, sei noch unklar, so Stupperich, berücksichtigt werden müsse ein ausreichender Abstand zum Kreisel. Auch die Größe und die Anzahl der Parkplätze des Parkhauses oder Parkdecks stehe noch nicht fest.

Beigeordneter Thomas Bär informierte auf Anfrage, im Haushaltsplan 2020 seien 50.000 Euro für die Planung berücksichtigt sowie jeweils 1,5 Mio. Euro für die Jahre 2022 und 2023 im Finanzplan.

Ungewöhnliche Vorgeschichte

Bär: „Hintergrund für die Idee einer solchen Investition ist der baulich schlechte Zustand des Parkhauses Franziskanerstraße, dessen Lebensdauer schwerlich vorausgesagt werden kann.“ Sollte die Stadt dieses Parkhaus aber irgendwann schließen und abreißen müssen, wolle man Innenstadt nahen Ersatz bieten können.

Der geplante Bau des Parkhauses am Freizeitbad hat eine ungewöhnliche Vorgeschichte: Denn der jetzige untere Parkplatz ist zur Hälfte „unterkellert“ - und zwar mit einem Regenüberlaufbecken (RÜB) des Ruhrverbandes.

Regenüberlaufbecken unter Parkplatz

Vorgeschichte: Als die Kläranlage Olpe vor mehr als 15 Jahren aufgegeben und das Olper Abwasser Richtung Kläranlage Biggetal umgeleitet wurde, musste der Ruhrverband ein Pumpwerk (2003/2004) und ein Regenüberlaufbecken (2004/2005) errichten, wie Heinrich Beumer (Ruhrverband Plettenberg) im Gespräch mit unserer Zeitung mitteilte. Beumer: „Beim Bau des Regenüberlaufbeckens wurde statisch berücksichtigt, dass später etwas wie ein Parkdeck draufgesetzt werden kann.“

Das rechteckige Becken - 50 Meter lang, 32 Meter breit und etwa 5 Meter tief - nehme den gesamten linken Teil der unteren Parkfläche ein - vom Freizeitbad aus gesehen.

Der Stadt Olpe, so Beumer, habe man auf Nachfrage die Statik bereits zugeschickt.

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