Altweiberparty in Altenhundem

Rote Funken haben jetzt den Rathausschlüssel

Rathaussturm Lennestadt 2020

Rathaussturm Lennestadt 2020

Foto: Michael Meckel

Lennestadt.  Prima Stimmung, jecke Leute, Rathausweiber und Lennestädter Narren feiern im Rathaus wieder ein kunterbunte Party.

Um Punkt 14 Uhr war es gestern im Rathaus soweit. Bürgermeister Stefan Hundt nahm unter dem tosenden Beifall der Narren die Übergabe des Rathausschlüssels vor. Der glückliche Empfänger war Prinz Volker I. (Daus) von Saalhausen. „Ich freue mich sehr, dass Ihr wieder so zahlreich gekommen seid. Es ist toll, hier in der Mitte aller Prinzen und Dreigestirne aus der Stadt zu stehen“, sagte der Bürgermeister.

Und er gab offen zu: „Ich stehe hier sicherlich mit einem leicht weinenden linken und rechten Auge, weil es es das letzte Mal ist, dass ich hier auf Altweiber etwas im Rathaus zu sagen habe“.

Keine Trübsal

Aber der Bürgermeister blies keine Trübsal. „Bis Oktober ist es noch lange hin und ich werde jeden Tag genießen, den ich ich im Amt bin. Und das gilt auch für heute. Lasst und tanzen, schunkeln, trinken und fröhlich sein“, forderte Stefan Hundt die Lennestädter Narren auf. Die dankten es ihrem Bürgermeister und ließen ihn hochleben: „Stefan ist ein langer Kerl, der Bürgermeister von LE“, hallte es durch das Foyer des Rathauses.

Bürgermeister kontert

Doch einen Konter hatte der scheidende Bürgermeister noch parat. „Am Schluss habe ich ein absolutes Novum. Zum ersten Mal bin ich bei einer Schlüsselübergabe nicht der Größte im Rathaus“, lachte Stefan Hundt, als er Prinz Yannic I. (Schmidt) von Oberelspe in seine Arme nahm.

Das war noch nicht alles, was die Lennestädter Narren auf Lager hatten. Mit den Liedern „Ganz Lennestadt schunkelt“ und „Einmal Prinz zu sein“, brachten sie das Rathaus zum Beben. „Es war wieder ein volles Haus und eine tolle Party“ freute sich Christian Korte von Kölsch Connection“, die für die richtige Stimmung beim Rathaussturm sorgten.

„Sitzung“ der Rathausweiber

Die Rathaustüren waren am Morgen noch noch geschlossen, da hatten bereits die „Rathausweiber“ auf den Fluren das Zepter übernommen. Die inoffizielle „Altweibersitzung“ hat schon Kult. Wie immer hatten die Weiber so manchem Seitenhieb auf die Verwaltungsspitze parat. „Rien ne va plus, nix geht mehr“, hieß das Motto in diesem Jahr. Die Führungsriege des Rathauses durfte am Glücksrad der Weiber drehen. Kämmerer Rüdiger Barteit gewann (in Abwesenheit) einen Platz am Glückspokertisch. Die Weiber erinnerten süffisant daran, dass bei der Jubiläumsfeier im letzten Jahr die Getränke knapp wurden, weil der „beförderte“ Kämmerer bezahlt werden musste.

Das Spiel ist aus

Dem Bürgermeister wünschten sie ein „geiles Leben“ in seiner Ferienheimat Sizilien, waren sich aber sicher, dass dort schon die Mafia wartet und er die Rathausweiber schnell vermissen werde. „Das Spiel ist aus, game over, die Karten werden neu gemischt, mal sehen, wie der Nächste ist“, sangen die Weiber.

Der Beigeordnete bekam ein Sixpack umgeschnallt, heißt jetzt Karsten „Adonis“ Schürheck und bekommt nun seine heiß ersehnte Sekretärin - und zwar gleich zehn an der Zahl für alle beurflichen Lebenslagen. Die Damen müssen nur noch gefunden werden…

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben