Finanzen

So sieht der Haushaltsplan der Stadt Olpe für 2020 aus

Die Stadt Olpe plant für 2020 mit einem Etat von 62 Millionen Euro.

Die Stadt Olpe plant für 2020 mit einem Etat von 62 Millionen Euro.

Foto: Daniel Reinhardt / picture alliance / dpa

Olpe.  Die Haushaltsplanung der Stadt Olpe für 2020 ist beschlossene Sache. Bezahlbarer Wohnraum und Breitbandausbau stehen weiter oben auf der Agenda.

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Für den Haushalt des Jahres 2020 rechnet die Verwaltung der Stadt Olpe mit einem Fehlbetrag von 312.000 Euro. Der geplante Etat von 62 Millionen Euro sei nahezu ausgeglichen, betonte Bürgermeister Peter Weber (CDU) am Donnerstagabend in seiner Haushaltsrede bei der Stadtverordnetenversammlung. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Die Kreisumlage steigt im kommenden Jahr von 19,8 auf 22,1 Millionen Euro, die Zusatzbelastung beträgt also 2,3 Millionen Euro. Der zusätzliche Finanzbedarf wird maßgeblich durch die Entwicklung im Bereich Kinder-, Jugend- und Familienhilfe ausgelöst.

Erstmals findet sich im Haushaltsplan das Produkt „Quartierentwicklung/Smart City“ wieder. Olpe ist eine von fünf südwestfälischen Modellkommunen des Bundes-Konzepts. „Unsere Aufgabe ist es nun, strategische und integrierte Smart-City-Ansätze zu entwickeln und zu erproben. Dabei geht es darum, dass wir digitale und technische Möglichkeiten nutzen, um die Lebensqualität zu verbessern“, sagte Weber. Der Bereich der digitalen Bildung spiegele sich in der Zusammenarbeit mit der Universität Siegen wider. Die Sekundarschule war Pilotpartner eines Projekts zur Nutzung digitaler Technik für den Unterricht. Die Ausweitung auf andere Schulen in Olpe sei geplant.

Für den Breitbandausbau seien auch im Haushalt 2020 Mittel enthalten. Durch die Zusammenarbeit aller Kommunen mit dem Kreis stünden nunmehr in weiten Teilen des Stadtgebiets schnelle Internetanschlüsse zur Verfügung. „Leider ist der Ausbau in den Gewerbegebieten nicht im Zeitplan. Ich hoffe, dass sich die Probleme dort kurzfristig erledigen“, so Weber. In den Schulgebäuden müsse noch viel getan werden, um die Unterrichtsräume mit WLAN zu versorgen. Und Teile der Ortschaften Griesemert, Apollmicke, Tecklinghausen oder Kessenhammer sollen bald keine „weiße Flecken“ mehr sein.

Eines der dringenden Themen in Olpe ist und bleibt die Bereitstellung von – insbesondere bezahlbarem – Wohnraum. Ein erstes Projekt mit der Wohnungsgenossenschaft werde man demnächst abschließen. Eine wesentliche Einflussmöglichkeit der Stadt Olpe auf die Höhe der Mietpreise bestehe darin, Wohnbauflächen zur Verfügung zu stellen, um so der Nachfrage gerecht zu werden, betonte Peter Weber.

Die städtebauliche Entwicklung sei kein Sprint, sondern ein Marathon, so der Bürgermeister. Jüngstes Beispiel: der Abriss der Realschule. Aktuell sei unter anderem die Erstellung des Schadstoffkatasters für das Gebäude aus den Sechzigern eine Herausforderung. „Zurzeit gehe ich davon aus, dass wir erst im Mai 2020 alle Informationen vorliegen haben, die wir für eine Ausschreibung des Abrisses benötigen“, erklärte Weber.

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