Kreis Wesel. Bei der Teilhabeberatung behinderter Menschen oder solcher, die von Behinderungen bedroht sind, sind Ehrenamtliche eine große Hilfe.

Der 5. Dezember ist internationaler Tag des Ehrenamtes. Laut Statistischem Bundesamt sind in Deutschland rund 29 Millionen Menschen ehrenamtlich aktiv. Mitunter in Bereichen, in denen man sie nicht erwarten würde: Auch in der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) unterstützen fünf Betroffenenberaterinnen und -berater unentgeltlich die Arbeit im Kreis Wesel.

Die EUTB unterstützt und berät Menschen mit chronischen Erkrankungen, Behinderungen oder solche, die von einer Behinderung bedroht sind. Klassische Themen wie die Möglichkeiten einer stufenweisen Wiedereingliederung nach langer Arbeitsunfähigkeit, Antrag auf Feststellung der Schwerbehinderung, Informationen zu Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben oder Unterstützung für Eltern mit behinderten Kindern zählen zu den klassischen Beratungsfeldern. Dabei nimmt die EUTB eine Lotsenfunktion ein und vermittelt bei Bedarf an andere Beratungsstellen oder Leistungsträger weiter. Das ist die Arbeit der Profis.

Gemeinsame Erfahrungen schaffen Gespräche auf Augenhöhe

Die ehrenamtlichen Berater vervollständigen das Angebot, in dem sie ganz niederschwellig als Experten in eigener Sache für Gespräche zur Verfügung stehen. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit der eigenen Situation, den Austausch von Diskriminierungserfahrung und um ein tiefes empathisches Verständnis für die Lebenswirklichkeit der Ratsuchenden. Denn es macht einen Unterschied, ob man nur darüber sprechen kann oder ob man die Situation selbst erlebt hat, erläutert die EUTB. Zu wissen, wie es sich anfühlt, führt bei Ratsuchenden in der Regel zu einer schnelleren Öffnung und lenkt den Blick vielleicht auch auf andere Themen.

Die fünf ehrenamtlichen Beraterinnen und Berater haben persönliche Erfahrung mit psychischen Erkrankungen, Autismus, einer Körperbehinderung oder als Angehörige von Kindern mit Behinderung. Der Kontakt zu den Ehrenamtlichen kann über die hauptamtlichen Mitarbeitenden hergestellt werden. Weitere Informationen unter 0281/ 16 43 58 86 oder -87 oder 02841 /90 00 31 oder -32, per Mail: info@teilhabeberatung-kreis-wesel.de, im Netz unter www.teilhabeberatung-kreis-wesel.de