Kreis Wesel. Neben vielen kleinen Weihnachtsmärkten gibt es im Kreis Wesel auch drei mehrwöchige. Wir haben uns in Dinslaken, Xanten und Moers umgeschaut.

In der Adventszeit erstrahlt der Kreis Wesel im Glanz vieler Weihnachtsmärkte. Besonders beliebt sind beispielsweise der Diersfordter Waldweihnachtsmarkt, der Adventsmarkt am Kloster Kamp oder der Weihnachtsmarkt in Krudenburg. So schön diese Märkte sind, so haben sie doch einen Nachteil – meist dauern sie nur wenige Tage, oft ein Wochenende. Wer da keine Zeit findet, hat Pech gehabt.

Der Weihnachtsmarkt in Moers wird traditionell auf dem Kastellplatz veranstaltet.
Der Weihnachtsmarkt in Moers wird traditionell auf dem Kastellplatz veranstaltet. © FUNKE Foto Services | Volker Herold

Es gibt allerdings auch Weihnachtsmärkte im Kreis, die länger dauern und sich über mehrere Wochen ziehen. Der Weihnachtsmarkt auf dem Kastellplatz in Moers, der Dinslakener Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz vor der gleichnamigen Einkaufsgalerie und der Weihnachtsmarkt im Herzen der Xantener Innenstadt. Was bieten diese drei großen Märkte also und für wen lohnt sich der Besuch? Wir haben uns Essen und Getränke, die Aussteller, das Programm rund um die Märkte und natürlich die Atmosphäre vor Ort angeschaut.

Was gibt es zum Essen und zum Trinken?

Alle drei Märkte bieten auf jeden Fall das volle Rundum-Paket an weihnachtlicher Verpflegung. Glühwein ist selbstverständlich überall zu haben, aber auch Herzhaftes vom Grill oder aus der Pfanne, auch Süßes wie Waffeln, Crêpes oder Lebkuchen fehlen nicht. Was aber bei den Märkten in Moers und Xanten heraussticht, ist der Schritt mehr, welcher in kulinarischer Hinsicht gegangen wurde.

Deftigeres Essen auf dem Moerser Weihnachtsmarkt gibt es am  Stand des Grafschafter Wirtshaus. Mitarbeiterin Lena kümmert sich um den Grünkohlverkauf.
Deftigeres Essen auf dem Moerser Weihnachtsmarkt gibt es am Stand des Grafschafter Wirtshaus. Mitarbeiterin Lena kümmert sich um den Grünkohlverkauf. © FUNKE Foto Services | Volker Herold

So locken in der Domstadt Xanten Poffertjes und Spiralkartoffeln, Flammkuchen und Kokosmakronen in einem wahren Regenbogen an Farben und Geschmacksrichtungen. In Moers gibt es vegetarische und vegane Burger und Burritos. Damit sind auch diejenigen, die kein Fleisch essen können oder wollen, gut bedient.

Was bieten die Aussteller?

Der Dinslakener Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz bietet fast ausschließlich Speisen und Getränke. Nur eine Handvoll Buden mit Warenverkauf gibt es hier – was angesichts der nahen Neutor-Galerie und Innenstadt zwar verständlich ist, aber dennoch enttäuscht.

Der Moerser Markt hält sich im Vergleich schon besser und bietet einige lokale Aussteller und Ausstellerinnen. So kann man hier, wenn einem der Glühwein nicht reicht, von gleich zwei Brennereien – Pott.Stil aus Neukirchen-Vluyn und Speakeasy Moonshine aus Straelen – Spirituosen probieren und genießen. Daneben bietet der Imker Dennis Burken Produkte aus eigener Herstellung. Auch selbst gemachte Weihnachtsdeko findet man an verschiedenen Ständen. Ebenfalls erwähnenswert sind die Sozialhütten, die rund um die evangelische Kirche aufgebaut sind. Hier stellen Vereine sich und ihre gemeinnützige Arbeit vor.

Xanten bietet in absoluten Zahlen vermutlich weniger Aussteller, die ihr Handwerk präsentieren, ist aber sehr viel breiter aufgestellt als Moers. Seien es Keramikarbeiten, Gewürze und Öle, bunte Glasdekorationen oder kleine Metallarbeiten. Beliebt sind auch die Perlsacktiere, die allesamt humorvolle Unikate darstellen. Aber auch die Holzarbeiten von Marius Neuhausen sind den meisten Xantenern nicht unbekannt.

Kirsten Bizjak bedient eine Kundin an ihrem Stand mit Perlack-Tieren auf dem Weihnachtsmarkt in Xanten.
Kirsten Bizjak bedient eine Kundin an ihrem Stand mit Perlack-Tieren auf dem Weihnachtsmarkt in Xanten. © FUNKE Foto Services | Karl Banski

Wie sieht das Unterhaltungsprogramm aus?

Hier steht der Moerser Weihnachtsmarkt aufgrund von fehlendem Bühnenprogramm an letzter Stelle. Zwar gibt es für die kleinen Marktbesucher zu verschiedenen Zeiten ein Kasperletheater. Der Vergleich zu den anderen Märkten macht das Fehlen eines Unterhaltungsprogramms leider besonders deutlich.

In Xanten stehen so beispielsweise jedes Wochenende Musiker auf der Bühne. Vom Singer-Songwriter zur Coverband, vom Solokünstler bis zum Chor – auf der Bühne des Xantener Weihnachtsmarktes wird ein besonderes Programm geboten. Eine Übersicht aller Auftritte ist unter igx-xanten.de/veranstaltung/weihnachtsmarkt zu finden.

Ganz vorne beim Unterhaltungsprogramm ist aber Dinslaken. Jeden Tag stehen hier Sänger, Sängerinnen, Vereine und andere Gruppen auf der Bühne. Wer wann auftritt kann man unter neutorgalerie.de/neutor-weihnachtsmarkt-2023 nachlesen.

Wie festlich ist die Atmosphäre?

Die deutlichste Festtagsstimmung erlebt man in Dinslaken ganz klar zu Zeiten des Bühnenprogramms. In diesen Momenten lädt der Markt durchaus zum Verweilen ein, auf einen Glühwein und etwas Leckeres zu essen. Jenseits davon sieht es jedoch leider eher mau aus. Wirkliche Weihnachtsstimmung kommt hier eher selten auf.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz in Dinslaken.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Neutorplatz in Dinslaken. © Dinslaken | Arnulf Stoffel

Die Grafenstadt Moers hingegen bietet ganz die typische Weihnachtsmarktatmosphäre. Dazu trägt sicherlich die Kulisse zwischen Schloss und Altstadt bei, aber auch Dekoration und Aufbauten tun ihr Übriges. So lohnt sich ein ruhiger Spaziergang allein schon, um die Angebote der verschiedenen Aussteller zu entdecken.

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt in Moers läuft seit dem 17. November und endet vor Heiligabend am 22. Dezember. Sonntags bis donnerstags hat der Markt von 12 bis 20 Uhr geöffnet und freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr. Ausnahme hiervon ist der letzte Tag des Weihnachtsmarktes. Schluss ist dann ebenfalls um 20 Uhr.

Der Markt auf dem Dinslakener Neutorplatz läuft bereits seit dem 11. November und kann noch über die Weihnachtsfeiertage hinaus besucht werden. Schluss ist hier am 30. Dezember. Geöffnet ist hier montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr.

Der Markt in Xanten startete wie der in Moers am 17. November, ist jedoch einen Tag früher, am 21. Dezember, zu Ende. Sonntags bis donnerstags öffnet der Weihnachtsmarkt von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags läuft er eine Stunde länger bis 21 Uhr.

Das Schwergewicht in Sachen Stimmung ist ganz klar Xanten. Hier wurde eine kleine weihnachtliche Oase geschaffen, die sich in den historischen Ortskern einfügt. Alleine das „Tipi-Dorf“ als Ort zum geselligen Beisammensein, hebt den Xantener Markt hervor.

Fazit

Das Schwergewicht in Sachen Stimmung ist ganz klar Xanten. Hier wurde eine kleine weihnachtliche Oase geschaffen, die sich in den historischen Ortskern einfügt. Alleine das „Tipi-Dorf“ als Ort zum geselligen Beisammensein hebt den Xantener Markt hervor.

Das Fazit zum Weihnachtsmarkt-Test? Im Vergleich zur Konkurrenz bietet Xanten mit Abstand die beste Mischung aus weihnachtlicher Stimmung, interessanten und lokalen Ausstellenden und festlichem Programm. Der Moerser Weihnachtsmarkt ist in jeder Hinsicht eine solide Adventserfahrung, die absolut empfehlenswert ist. Leider fehlen hier die Highlights, die aus einem rundum guten Markt ein Erlebnis machen.

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt in Moers läuft seit dem 17. November und endet vor Heiligabend am 22. Dezember. Sonntags bis donnerstags hat der Markt von 12 bis 20 Uhr geöffnet und freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr. Ausnahme hiervon ist der letzte Tag des Weihnachtsmarktes. Schluss ist dann ebenfalls um 20 Uhr.

Der Markt auf dem Dinslakener Neutorplatz läuft bereits seit dem 11. November und kann noch über die Weihnachtsfeiertage hinaus besucht werden. Schluss ist hier am 30. Dezember. Geöffnet ist hier montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr.

Der Markt in Xanten startete wie der in Moers am 17. November, ist jedoch einen Tag früher, am 21. Dezember, zu Ende. Sonntags bis donnerstags öffnet der Weihnachtsmarkt von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags läuft er eine Stunde länger bis 21 Uhr.

Schlusslicht des Weihnachtsmarktchecks ist leider Dinslaken. Jenseits des wirklich respektablen Bühnenprogramms bleibt die Stimmung im Schatten der Neutor-Galerie auf der Strecke. Gerade wenn das Wetter auf unangenehme Weise winterlicher wird, ist das Einkaufszentrum selbst wohl der angenehmere Aufenthalt – was letztlich vielleicht der Sinn des Marktes ist.

Mehr zu den Weihnachtsmärkten im Kreis

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt in Moers läuft seit dem 17. November und endet vor Heiligabend am 22. Dezember. Sonntags bis donnerstags hat der Markt von 12 bis 20 Uhr geöffnet und freitags und samstags von 12 bis 22 Uhr. Ausnahme hiervon ist der letzte Tag des Weihnachtsmarktes. Schluss ist dann ebenfalls um 20 Uhr.

Der Markt auf dem Dinslakener Neutorplatz läuft bereits seit dem 11. November und kann noch über die Weihnachtsfeiertage hinaus besucht werden. Schluss ist hier am 30. Dezember. Geöffnet ist hier montags bis donnerstags von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags von 12 bis 21 Uhr und am Sonntag von 14 bis 20 Uhr.

Der Markt in Xanten startete wie der in Moers am 17. November, ist jedoch einen Tag früher, am 21. Dezember, zu Ende. Sonntags bis donnerstags öffnet der Weihnachtsmarkt von 12 bis 20 Uhr, freitags und samstags läuft er eine Stunde länger bis 21 Uhr.