Nahverkehr

Deutschlandticket: So sollen Niag-Busfahrer jetzt reagieren

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Ein Bus der NIag – mit dem Deutschlandticket gibt es noch Probleme.

Ein Bus der NIag – mit dem Deutschlandticket gibt es noch Probleme.

Foto: Lars Heidrich / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel/Kreis Kleve.  Mehr als 3000 Menschen haben bisher bei der Niag das neue Deutschlandticket bestellt. Es gibt aber noch mehrere Probleme damit.

Nach dem Start des Deutschlandtickets haben die Niederrheinischen Verkehrsbetriebe (Niag) eine positive Erstbilanz gezogen. Rund 3500 neue Abos wurden bis Mitte der Woche bereits abgeschlossen. Die meisten davon im Großraum Dinslaken, Duisburg und Moers. Mehr als 75 Prozent der Abonnentinnen und Abonnenten entschieden sich für die analoge Chipkarte, rund 25 Prozent kauften das Deutschlandticket per App.

Deutschlandticket: Niag-Busfahrer bekommen eine Anweisung

„Wegen der weiterhin hohen Nachfrage und wegen des Informationsbedarfs kann die Wartezeit bei unserer Abo-Hotline derzeit etwas länger sein“, erklärt Unternehmenssprecher Michael Block. Lange Schlangen hätten sich an den Kundencentern in den Kreisen Wesel und Kleve in den ersten Tagen nach Verkaufsstart aber nicht gebildet. Und anders als bei der Deutschen Bahn, deren Online-Server seit Tagen überlastet sind und ein Ticketkauf unmöglich ist, habe die Niag bisher keine Serverprobleme beim Online-Angebot gehabt.

Ganz reibungslos läuft es aber dennoch nicht: Alle Kunden, deren bestehendes Abo ab Mai in das Deutschlandticket umgewandelt wurde, müssen persönlich ein Kundencenter der Niag aufsuchen. Dort wird das aktuelle Ticket (Ticket 1000, Ticket 2000 oder Youngticket) dann zunächst für kurze Zeit auf der vorhandenen Chipkarte in ein Deutschlandticket umgewandelt. Auf die Karte kommt ein Aufkleber, der auf das Deutschlandticket hinweist.

Der Grund für diese Übergangslösung: Wegen Lieferengpässen bei den Chipkartenlieferanten können die neuen Chipkarten des Deutschlandtickets erst im Sommer – voraussichtlich bis Ende Juli – ausgeliefert werden. Außerdem gibt es auch ein Problem mit den Lesegeräten in den Bussen – die erkennen nämlich in vielen Fällen die neuen Tickets noch nicht. „Wir haben alle Busfahrer über diesen Missstand informiert und ihnen mitgeteilt, dass es reicht, wenn die Kunden ihr Deutschlandticket beim Einstieg vorzeigen“, betont Block. Die Niag hofft, dass sich mit den neuen Chipkarten das Problem mit dem Lesefehlern erledigt. (jos)

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