Kiesabbau

Kiestreffen in Düsseldorf irritiert Niederrheinische IHK

| Lesedauer: 2 Minuten
Die Niederrheinische IHK hat Fragen zum Kiestreffen am 7. Dezember in Düsseldorf.

Die Niederrheinische IHK hat Fragen zum Kiestreffen am 7. Dezember in Düsseldorf.

Foto: Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services

Kreis Wesel.  Die Industrie- und Handelskammer hinterfragt in einem Brief an Charlotte Quik die Gästeauswahl für das Kiestreffen am 7. Dezember im Landtag.

Die Teilnehmerliste für das Kiestreffen mit Wirtschaftsministerin Mona Neubaur am Mittwoch, 7. Dezember, in Düsseldorf sorgt bei der Niederrheinischen Industrie- und Handelskammer für Irritationen. In einem Brief an die Mitinitiatorin des Treffens, Landtagsabgeordnete Charlotte Quik (CDU), der der Redaktion vorliegt, möchte IHK-Hauptgeschäftsführer Stefan Dietzfelbinger gerne wissen, „welche Kriterien für Ihren Einladungsverteiler maßgeblich sind“.

Wie berichtet, haben CDU-Kreisvorsitzende Charlotte Quik und Volkhard Wille (Bündnis 90/Grüne) für das Treffen mit der Wirtschaftsministerin Landrat Ingo Brohl, Bürgermeisterinnen und -meister, Naturschutzverbände, Kreisbauernschaft, Bürgerinitiativen und die eigenen Kreistagsfraktionen eingeladen, auf Vertreter des Regionalverbandes, der Kiesunternehmen und auf die SPD-Kreistagsfraktion aber verzichtet.

In dem Schreiben macht Dietzfelbinger die Rolle der IHK als mit der Wahrnehmung der Interessen der Wirtschaft im Kreis Wesel beauftragte Körperschaft des Öffentlichen Rechts deutlich und lässt zwischen den Zeilen das Unverständnis durchscheinen, ebenfalls nicht eingeladen worden zu sein. Mittlerweile ist laut IHK eine Antwort von Charlotte Quik eingetroffen, zum Inhalt möchte sich die Kammer auf Nachfrage aber nicht äußern.

Neben der IHK ist auch die Linksfraktion über das Vorgehen verstimmt. Fraktionschef Sascha H. Wagner nennt das Treffen einen „Gipfel der Verantwortungslosigkeit“, er vermutet, dass Schwarz-Grün versuche, das Thema Kies auf die lange Bank zu schieben, „um dann dem RVR das Scheitern aller Bemühungen anzukreiden“. Wagner macht in seiner Pressemitteilung ebenfalls deutlich, dass er von der CDU wenig erwartet. Aber: „Sollten es die Grünen hingegen ernst meinen mit dem Auftrag ihrer Wählenden, ist ein sofortiges Moratorium zum Schutz der niederrheinischen Umwelt das Mindeste, was sie aus Düsseldorf mit nach Hause bringen sollten.“

Das allerdings fordert auch die CDU-Fraktion im Kreis. Auch Charlotte Quik gab den Teilplan Kies im Gespräch mit der Redaktion im Vorfeld des Treffens als oberstes Ziel aus.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Kreis Wesel