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Kinder schützen: Polizei im Kreis Wesel über Cybergrooming

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Über Online-Plattformen nutzen Täterinnen und Täter die Unbedarftheit von Kindern und Jugendlichen im Internet aus. Die Polizei im Kreis Wesel informiert zu dem Thema.

Über Online-Plattformen nutzen Täterinnen und Täter die Unbedarftheit von Kindern und Jugendlichen im Internet aus. Die Polizei im Kreis Wesel informiert zu dem Thema.

Foto: Nicolas Armer / dpa

Kreis Wesel.  Cybergrooming beschreibt laut Kreispolizei Wesel die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen im Internet. Wo die Polizei Gefahren sieht.

Kürzlich hat zum achten Mal der Europäische Tag zum Schutz von Kindern stattgefunden. Wie die Kreispolizei Wesel mitteilt, stand dabei das Thema „Cybergrooming“ besonders im Fokus. Zu diesem Anlass informiert die Polizei darüber und gibt Eltern Tipps, wie sie ihre Kinder schützen können. Cybergrooming bezeichnet den Angaben zufolge die Anbahnung sexueller Kontakte mit Minderjährigen im Internet. Das englische Wort „Grooming“ bedeute „Striegeln“ und stehe metaphorisch für das subtile Annähern von Tätern und Täterinnen an Kinder und Jugendliche, so die Polizei.

Polizei informiert: Unbedarftheit von Kindern wird ausgenutzt

Cybergrooming sei laut Polizei gekennzeichnet von bestimmten Strategien, die sich oft ähneln. Ihnen allen liege zugrunde, dass die Unbedarftheit, die Vertrauensseligkeit und das mangelnde Risikobewusstsein von Kindern und Jugendlichen ausgenutzt werde. Oft versuchten die Täter, ein Vertrauens- oder Abhängigkeitsverhältnis herzustellen, um ihre Opfer manipulieren und kontrollieren zu können. Um darüber aufzuklären, hat die Kreispolizei mit „Cyber-Emotions“ ein Schulprojekt entwickelt, das landesweit eingesetzt wird.

„Eltern sollten sich darüber im Klaren sein, dass in der virtuellen Welt große Gefahren auf die jungen Smartphone-Besitzer lauern und den Umgang nicht außer Acht lassen“, schreibt die Polizei und weist auf Online-Plattformen wie YouTube, TikTok, Instagram, Snapchat, Discord und Facebook und Onlinespiele wie beispielsweise Fortnite hin. Diese seien für Täter ideal, um mit Kindern in einen ersten Kontakt zu treten. „Um dann die Sicherheitsvorkehrungen zu umgehen, wechseln die Täterinnen und Täter nach der ersten Kontaktaufnahme schnell zu privaten Kommunikationskanälen“, erläutert die Polizei.

Kreispolizei Wesel: Aufklärung in Schulen und telefonische Erreichbarkeit

Um Eltern, Kinder und Lehrer sicherer im Umgang zu machen und Hilfestellung zu geben, klärt das Kriminalkommissariat Prävention und Opferschutz regelmäßig in Schulen und bei Informationsveranstaltungen zu diesem Thema auf.

Auch telefonisch sind die Polizeibeamten erreichbar: 0281-107/4420. Kostenlose Infobroschüren gibt es in den Polizeidienststellen in Wesel, Dinslaken, Moers und Kamp-Lintfort.

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