Handwerk

Kreis Wesel: Dachdecker sollen ihr Inflationsgeld einfordern

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Harte Arbeit: Dachdecker bekommen jetzt einen Inflationsausgleich, teilt die IG Bau mit. Allerdings müssen sie ihn einfordern.

Harte Arbeit: Dachdecker bekommen jetzt einen Inflationsausgleich, teilt die IG Bau mit. Allerdings müssen sie ihn einfordern.

Foto: Jan Woitas / dpa

Kreis Wesel.  Allen Dachdeckern steht jetzt ein Inflationsausgleich zu, selbst wenn ihre Betriebe nicht den Tarif zahlen. Es gibt eine Frist: jetzt handeln.

Wer auf dem Dach arbeitet, dem winkt jetzt eine „dickere Lohntüte“, teilt die IG BAU Duisburg-Niederrhein mit. Dachdecker im Kreis Wesel bekommen in diesem und im nächsten Jahr eine Inflationsausgleichsprämie von insgesamt 950 Euro. „Wichtig ist: Jeder Dachdecker und jede Büroangestellte – alle bekommen diese Sonderzahlung“, sagt Bezirksvorsitzende Karina Pfau. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit profitieren davon im Kreis Wesel rund 580 Beschäftigte in Dachdeckerbetrieben.

In diesem Jahr stehe jedem Beschäftigten der erste Teil der Prämie zu – nämlich 475 Euro und zwar ab sofort. „Deshalb jetzt zügig beim Chef auf der Matte stehen und das Geld einfordern“, ist der Tipp von Karina Pfau. Die zweite 475-Euro Prämie werde spätestens mit dem Februar-Lohn im nächsten Jahr fällig. Auch Azubis profitieren: „166,25 Euro erhalten sie als Extra-Geld“, so die IG BAU. Die Bau-Gewerkschaft habe die Inflationsausgleichsprämie durchgesetzt. Ziel sei es gewesen, die Härte der Krise abzufedern. „Vor allem die Inflation reißt ein Loch in die Lohntüten. Das wird mit dieser ‚Krisen-Prämie‘ jetzt ein Stück weit gestopft“, sagt Pfau.

Jeder Betrieb muss die Prämie zahlen

Wichtig sei, dass die Inflationsausgleichsprämie jetzt jeder Dachdeckerbetrieb im Kreis Wesel zahlen müsse. Die IG BAU habe sich auf Bundesebene für einen generellen Anspruch aller Branchen-Beschäftigten auf die Prämie stark gemacht und erreicht, dass für die Sonderzahlung die sogenannte Allgemeinverbindlichkeit gilt. „Damit müssen auch die Chefs, die sonst gern einen weiten Bogen um den fairen Tariflohn machen, die Inflationsausgleichsprämie zahlen“, erklärt Pfau.

Hier sei der IG BAU zusammen mit dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) als Arbeitgeberverband „durch die jetzt für alle Betriebe geltende ‚Krisen-Prämie‘ ein Stück Lohntüten-Gerechtigkeit gelungen“, sagt Pfau. Sie drückt dabei aber auch aufs Tempo: „Nicht lange zögern und den Chef am besten sofort ansprechen. Sonst verfalle der Anspruch: Wer bis Mitte August die Prämie nicht einfordert, kann leer ausgehen.“ Mehr Infos zur Inflationsausgleichsprämie gibt es bei der IG BAU Duisburg- Niederrhein: 02 03 – 298 87 – 0 oder duisburg@igbau.

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