Probealarm

Warntag im Kreis Wesel: Warum am Donnerstag Sirenen heulten

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Im Kreis Wesel werden am bundesweiten Warntag rund 200 stationäre Sirenen heulen.

Im Kreis Wesel werden am bundesweiten Warntag rund 200 stationäre Sirenen heulen.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Kreis Wesel.  An diesem Donnerstag ist wieder bundesweiter Warntag: Um 11 Uhr heulten deshalb im Kreis Wesel rund 200 Sirenen. Weitere Technik war Einsatz.

  • Am Donnerstag, 14. September, ist wieder ein bundesweiter Probealarm.
  • Ab 11 Uhr heulten dann auch im Kreis Wesel die Sirenen.
  • Es geht darum, der Bevölkerung die Bedeutung der Signale näher zu bringen und die Technik zu testen - wir haben die wichtigsten Infos zusammengefasst.

Am Donnerstag, 14. September, heulten im Kreis Wesel um 11 Uhr wieder die Sirenen. Hintergrund ist ein bundesweiter Probealarm. Ziel ist es dabei, der Bevölkerung die Bedeutung der Signale und die damit verbundenen Verhaltensweisen näherzubringen, heißt es von der Kreisverwaltung.

Gleichzeitig soll festgestellt werden, ob es Defizite bei der Technik gibt und die Signale auch überall zu hören sind. Kreisweit werden rund 200 stationäre Sirenen und mobile Hochleistungssirenen eingesetzt. Der bundesweite Probealarm wird grundsätzlich jährlich am zweiten Donnerstag im September durchgeführt.

Auch der neue Warnkanal Cell Broadcast (CB) wird wie schon beim letzten Probealarm in den Warnmix eingebunden. Dabei wird automatisch eine Nachricht mit dem Text der Warnung an jedes mobile Endgerät, welches in das Mobilfunknetz eingewählt ist, versandt. Gleichzeitig wird auf dem Endgerät ein lautes Tonsignal erzeugt, welches dem Nutzer den Eingang der Warnung verdeutlicht – bisher wurde dieses System im Kreis Wesel auch schon bei zwei echten Warnsituationen eingesetzt, jeweils nach dem sich in Folge eines Brandes eines starke Geruchsbelastung entwickelt hatte.

Kreis Wesel: Die Sirenen-Signalfolge und ihre Bedeutung

Der Kreis Wesel weist auch auf die Sirenenwarntöne, die am Warntag zu hören sein werden und ihre Bedeutung hin:

  • Dauerton von einer Minute mit der Bedeutung „Entwarnung“
  • Heulton auf- und abschwellend von 1 Minute mit der Bedeutung „Gefahr, Radio einschalten und auf Durchsagen achten“
  • Dauerton von einer Minute mit der Bedeutung „Entwarnung“
  • Die Signalfolge wird in einem zeitlichen Abstand von fünf Minuten erfolgen

Wie sieht es im Ernstfall aus? Bei größeren Schadensereignissen erhält man Informationen zum Schadensgeschehen auf der Internetseite des Kreises Wesel oder unter der Telefonnummer 0800/120 40 00. Dieser Telefonanschluss ist auch am Warntag von 11 Uhr bis 14 Uhr besetzt. Hier werden Hinweise darüber entgegengenommen, ob Sirenen an bestimmten Stellen nicht zu hören waren. Bei Rückfragen zum Sirenenalarm kann man sich ebenfalls an diese Nummer wenden. „Hier werden gern auch Anregungen aus der Bevölkerung entgegengenommen“, heißt es von der Kreisverwaltung

Kreis Wesel: Diese Verhaltensweisen gelten für den Ernstfall

Folgende Verhaltensweisen beim Ertönen der Warnsignaltöne sind im Ernstfall zu beachten:

  • Ruhe bewahren
  • Gebäude oder Wohnung aufsuchen
  • Türen und Fenster schließen
  • Radio einschalten (Radio K.W. 91,7 / 107,6 MHz) - für einen möglichen Stromausfall wird empfohlen, ein Radio mit Batteriebetrieb und dafür auch Reservebatterien vorzuhalten
  • öffentliche Informationen beachten
  • hilflose Personen und Personen, die kein oder nur wenig Deutsch verstehen, informieren

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