Inklusion

Zwei Millionen für Menschen mit Behinderung im Kreis Wesel

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Mit etwas Unterstützung können auch Menschen mit Behinderung eine Stelle finden. Der LVR unterstützt sie und ihre Arbeitgeber.

Mit etwas Unterstützung können auch Menschen mit Behinderung eine Stelle finden. Der LVR unterstützt sie und ihre Arbeitgeber.

Foto: Werner Krueper / epd

Kreis Wesel.  Menschen mit Behinderung haben es schwer auf dem Arbeitsmarkt. Im Kreis Wesel hat der LVR 404 Beschäftigte und ihre Arbeitgeber unterstützt.

Im Jahr 2021 haben das Inklusionsamt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) und die rheinischen Fachstellen für behinderte Menschen im Arbeitsleben die Arbeitgeber im Kreis Wesel in 404 Fällen mit mehr als zwei Millionen Euro zur Beschäftigung schwerbehinderter und gleichgestellter Menschen unterstützt. Von den Mitteln seien neue Ausbildungs- und Arbeitsplätze geschaffen sowie Räumlichkeiten und Arbeitsplätze behinderungsgerecht gestaltet worden, teilt der LVR mit. Rheinlandweit waren es insgesamt mehr als 36,5 Millionen Euro in 5787 Fällen. Hinzu kommen rund 9,7 Millionen Euro, die Menschen mit Schwerbehinderung im Rheinland beispielsweise für technische Arbeits-, Kraftfahrzeug-, Wohnungshilfen oder Arbeitsassistenzen erhalten haben. Dies geht aus dem neuen Jahresbericht 2021 des LVR-Inklusionsamtes hervor.

Die Mehrzahl der Schwerbehinderten ist älter als 45 Jahre

2021 lebten im Kreis Wesel 59.000 Menschen mit einer Schwerbehinderung. Der Anteil der Behinderungen nimmt vom 45. Lebensjahr an deutlich zu: Fast 90 Prozent aller Menschen mit Schwerbehinderung sind älter als 45 Jahre.

In 2020 waren im Arbeitsagenturbezirk Wesel – dazu gehören die Kreise Wesel und Kleve – 6749 Arbeitsplätze mit schwerbehinderten und gleichgestellten Menschen besetzt. Die Arbeitgeber erreichten eine durchschnittliche Beschäftigungsquote von 4,8 Prozent (Rheinland: 5,44 Prozent), die damit unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Wert von fünf Prozent liegt.

Arbeitgeber, die keine Behinderten einstellen, zahlen einen Ausgleich

Das LVR-Inklusionsamt erhebt eine Ausgleichsabgabe von Arbeitgebern, die mehr als 20 Arbeitsplätze haben, davon aber nicht mindestens fünf Prozent mit Menschen mit einer Schwerbehinderung beschäftigen. Mit den Mitteln der Ausgleichsabgabe unterstützt das LVR-Inklusionsamt unter anderem die Arbeitgeber, die schwerbehinderte Menschen beschäftigen.

Ein besonderes Instrument zur Schaffung und dauerhaften Sicherung von Arbeitsplätzen ist die Förderung von Inklusionsbetrieben, die auf 30 bis 50 Prozent der Arbeitsplätze Menschen mit besonderem Unterstützungsbedarf beschäftigen. Ende 2021 gab es im Kreis Wesel acht anerkannte Inklusionsbetriebe mit 69 Arbeitsplätzen, davon 45 für Menschen mit einer Schwerbehinderung.

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