Coronavirus

Auf Abstand – dafür mit Gesangsmöglichkeiten

Unter der Kastanie an der Friedenskirche haben Pfarrer Burckhardt Hölscher und Emmanuel Boango den Himmelfahrts-Gottesdienst gestaltet.

Unter der Kastanie an der Friedenskirche haben Pfarrer Burckhardt Hölscher und Emmanuel Boango den Himmelfahrts-Gottesdienst gestaltet.

Foto: Jennifer Katz / IKZ

Letmathe.  Unter besonderen Bedingungen hat die evangelische Kirchengemeinde ihren Himmelfahrts-Gottesdienst gefeiert.

Trotz der in einigen Bereichen vorgeschriebenen Masken waren am Donnerstag fröhliche Gesichter rund um die Friedenskirche zu erkennen. „Schön, Euch zu sehen“ – dieser Satz war mehrfach von den Besuchern des Himmelfahrts-Gottesdienstes unter der Kastanie zu hören.

Nachdem „Musik im Park“, die in diesem Jahr auf dem Gelände von Haus Letmathe hätte erklingen sollen, wegen der Corona-Pandemie ausfallen muss, wollte die evangelische Kirchengemeinde nicht auf den traditionellen Freiluftgottesdienst verzichten. „Draußen haben wir ja die beste Möglichkeit, mit dem Schutz zurecht zu kommen“, erklärte Pfarrer Burckhardt Hölscher vor Beginn im Gespräch mit der Heimatzeitung. Nicht nur für ihn ist der Gesang ein fester Bestandteil eines Gottesdienstes, und der war am Donnerstag endlich wieder möglich. Die Verantwortlichen der Gemeinde hatten einen Singebereich – mit drei Metern Abstand zwischen den Stühlen – für diejenigen, die ohne Maske singen wollten, und einen weiteren ausgeflaggt. Dort konnten die Besucher auch mitsingen, allerdings mit Gesichtsschutz und nur eineinhalb Metern Abstand.

Für Emmanuel Boango bedeutete der Gottesdienst eine Premiere: Er hielt seine erste Predigt – auf Französisch. Um den Psalmvers aus der Brieflesung auf Deutsch vortragen zu können, hatte der Geistliche aus dem Kongo tags zuvor fleißig mit seinem Amtsbruder geübt.

Musikalisch waren das Duo „Jazztogether“ mit Hubert Schmalor am Piano und Klaus Bergmann am Saxofon sowie Sängerin Christine Otterstein im Einsatz.

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