Barrierefrei

Menden: Jens Spahn überreicht Auszeichnung für „Rolliweg“

Der Rolliweg in der Waldemei in Menden bietet Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, die Natur zu genießen.

Der Rolliweg in der Waldemei in Menden bietet Menschen mit eingeschränkter Mobilität die Möglichkeit, die Natur zu genießen.

Foto: EinZ Design & Productions GbR Bonk/Häußler

Menden.  Der Rolliweg in der Mendener Waldemei wird ausgezeichnet. Dafür kommt der Gesundheitsminister höchstpersönlich in die Hönnestadt.

Das Projekt „Rolliweg – Natur grenzenlos genießen“ in der Waldemei in Menden wird als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt ausgezeichnet. Am 1. September dieses Jahres wird der Preis im Rahmen des Sonderwettbewerbs „Soziale Natur – Natur für alle“ verliehen. Gesundheitsminister Jens Spahn kommt für diese Auszeichnung eigens in die Hönnestadt und wird sie persönlich übergeben.

Die Auszeichnung wird vorbildlichen Projekten verliehen, die durch ihre Aktivitäten auf die Chancen aufmerksam machen, die die Natur mit ihrer biologischen Vielfalt für den sozialen Zusammenhalt zu bieten hat.

Startschuss 2018

Vor rund zweieinhalb Jahren fiel der Startschuss für den Rolliweg. Der gut 500 Meter lange Waldweg in der Waldemei entwickelte sich seitdem nach und nach weiter. Inzwischen ist es ein Weg, der für alle zugänglich ist. Auch für die Menschen, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind. Neben den notwendigen Bodenarbeiten, um die Strecke befahrbar zu machen, wurde auch ein Behindertenparkplatz geschaffen. Auch ein barrierefreier Zugang zu einer bereits vorhanden Rastmöglichkeit mit Blick auf die große Wildwiese wurde ermöglicht sowie eine mit dem Rollstuhl unterfahrbare Infotafel am Stillgewässer „Traeberts Teich“ aufgestellt. Die Absenkung des Schutzzauns direkt am Teich bietet nun die Gelegenheit, auch vom Rollstuhl aus einen ungehinderten Blick auf das Geschehen am Gewässer zu haben. Das dort Ende 2018 aufgestellte Waldsofa lädt zudem zum Verweilen und Entspannen ein.

„Mit der ausgewählten Waldstrecke ermöglichen wir auch Mitmenschen mit einer Mobilitätseinschränkung ein ungehindertes Naturerlebnis. Die Strecke führt am Wald entlang und einer Waldwiese mit zahlreichen Pflanzen- und Tierarten von hoher biologischer Bedeutung hin zu dem geschützten ,Traeberts Teich’ mit großer Artenvielfalt“, erklärt Mendens Stadtförster Dirk Basse, warum die Wahl gerade auf diese Wegstrecke gefallen ist. „In diesem Projekt steckt viel Zeit und Geld, aber vor allem auch Herzblut. Von daher macht es uns stolz, dass unser gemeinsames Projekt nun diese offizielle Auszeichnung durch die UN-Dekade Biologische Vielfalt erhalten wird“, freut sich Melanie Kersting, Geschäftsführerin Stadtmarketing Menden, und spricht an dieser Stelle auch den Dank an die Sponsoren aus.

Welche Projekte eine Auszeichnung erhalten, wird von einer unabhängigen Fachjury entschieden. In dieser sitzen Vertreter aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen.

Mehr Informationen zu Projekten, Preisen, Wettbewerben und Auszeichnungen ist im Internet zu finden unter www.undekade-biologischevielfalt.de

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