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Mendener Ausbildungsbörse hilft Schülern bei der Berufswahl

Industrie, Pflege oder Studium? Schüler konnten sich auf der Mendener Ausbildungsmesse über verschiedene Arbeitgeber informieren und erste Kontakte knüpfen.

Industrie, Pflege oder Studium? Schüler konnten sich auf der Mendener Ausbildungsmesse über verschiedene Arbeitgeber informieren und erste Kontakte knüpfen.

Foto: Stefan Meinhardt

Menden.   Unternehmen und Hochschulen haben sich auf der Mendener Ausbildungsbörse präsentiert. Einige Schüler konnten bereits Kontakte knüpfen.

Eine „Pole-Position“ für den Berufsstart versprach die Mendener Ausbildungsbörse auch in diesem Jahr. 43 potenzielle Arbeitgeber haben sich den rund 900 Schülerinnen und Schülern präsentiert. Andrea Swoboda hat die Messe in der Wilhelmshöhe organisiert „Was besonders gut bei den Schülern ankommt, ist etwas aktives“, sagt sie.

So gibt es zum Beispiel am Stand des Automobilhändlers Rosier eine Carrera-Bahn. Azubi Tim Walter steht für Fragen bereit. „Die Bahn kommt gut an“, sagt der 18-Jährige. Die meisten Interessierten fragen nach den Tätigkeiten, nach einem Praktikumsplatz – und auch nach dem Gehalt. Walter sagt mit Hinblick auf das Thema E-Mobilität: „Es ist auf jeden Fall ein zukunftsträchtiger Job."

900 Schüler bei Mendener Ausbildungsbörse

Gabriele Schulte-Steinhoff vom Mendener Fahrzeughersteller HJS sagt: „Dieses Jahr finde ich es echt gut. Die Schüler stellen auch tiefer greifende Fragen, zum Beispiel, in welchen Abteilungen sie als Azubi eingesetzt werden.“

Nicht so viel Andrang gab es am Vormittag beim Aluminium-Betrieb Honsel, wie der Auszubildende Dominik Bongers sagt: „Alle wollen Abi machen oder lieber IT studieren.“ Mit seiner Ausbildung ist Bongers zufrieden und erzählt unter anderem von einer Besichtigung der VW-Werke in Wolfsburg.

Pflegeberufe sind nicht im Fokus

Aber nicht nur die Industrie ist vertreten. Die Fachschule für Gesundheits- und Krankenpflege der KKiMK wirbt ebenfalls um Bewerber. „Der Beruf ist für viele gar nicht so im Fokus, weil sie die Arbeitsmöglichkeiten und Einsatzgebiete nicht kennen“, sagt Schulleiter Michael Schäfer.

Der Auszubildende Vincent Fähndrich fügt hinzu: „Der Job ist wichtig. Außerdem braucht man nach der Ausbildung keine Angst zu haben, keinen Job zu bekommen.“ Kollegin Isabelle Krawczyk sagt: „Man kann später immer noch studieren.“

Stresssituationen im Einstellungstest meistern

Apropos Studium: Sabine Knipps ist seit sieben Jahren Studienberaterin bei der Fachhochschule Südwestfalen. In diesem Jahr seien besonders Management-Studiengänge gefragt, sagt sie. „Wir unterstützen beim Weg zum Studiengang. An der FH gibt es aber auch Ausbildungsgänge.“

Oliver Storck von der Barmer Krankenkasse gibt Tipps für Bewerbungsgespräche und Einstellungstests: „Die Arbeitgeber setzen euch bewusst in eine Stresssituation.“ Die Tests seien absichtlich sehr umfangreich. „Verabschiedet euch von dem Gedanken, dass ihr alles zu hundert Prozent schafft.“

Im Rollenspiel mit Schüler Maximilian zeigt Storck, wie man sich am besten in einem Gespräch verkauft. Bis auf eine Kleinigkeit – der Schüler schlägt das angebotene Getränk aus – verkauft sich dieser sehr gut. „Ich war im letzten Jahr schon hier“, gibt der Schüler lachend zu.

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