Zum Festival 2018

Vier Orgeln erklingen in St. Vincenz

Die Organisten (v.l.) Helmut Brandt, Daria Burlak, Christian Rose und Jörg Segtrop präsentieren das neue Orgelfestival Hönne-Ruhr.

Die Organisten (v.l.) Helmut Brandt, Daria Burlak, Christian Rose und Jörg Segtrop präsentieren das neue Orgelfestival Hönne-Ruhr.

Menden.   Zwei Städte, vier Kirchen, acht Veranstaltungen: Das Orgel-Festival Hönne-Ruhr ist das erste, das Menden und Fröndenberg musikalisch verbindet.

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Den Mendener Kantoren Christian Rose und Helmut Brandt steht die Vorfreude ins Gesicht geschrieben: „Konfessionsübergreifend haben wir in Menden ja schon in die Tasten gegriffen, jetzt gehen wir erstmals auch über die Ruhr“, strahlen die Organisatoren des Orgelfestivals Hönne-Ruhr. Tatsächlich haben sie ein musikalisches Glanzlicht organisiert, das weit und breit seinesgleichen suchen dürfte – in St. Vincenz und Heilig Geist in Menden, in der Stiftskirche und in St. Marien in Fröndenberg geben sich ab Freitag, 21. September, lauter Hochkaräter auf der Orgelbank die Ehre.

Die Qual der Wahl werden die Zuhörer indes nicht nur haben, was die Kirche betrifft. Auch musikalisch ist die Palette enorm. Im Mittelpunkt der acht Abende stehen jeweils die Orgeln, ergänzt durch Chorstimmen, Schlagwerke oder Trompeten, und einmal, in St. Vincenz, sollen sogar vier Orgeln zugleich zu hören sein. „Die Königinnen bitten zum Empfang“, haben Brandt und Rose ihr Programm denn auch überschrieben.

Leidenschaft als Antreiber

Dass die beiden Organisten die Leidenschaft für die Musik antreibt, ist nicht zu übersehen, wenn sie von den Vorbereitungen erzählen. Dass Rose evangelisch und Brandt katholisch ist, macht da nichts: „Wir haben ein Festival über die Stadtgrenzen hinweg schon länger überlegt“, sagt Christian Rose. Jetzt, mit der neuen Orgel in St. Marien Fröndenberg (die WP berichtete) habe sich die Premiere förmlich angeboten.

Ein Leitthema hätten sie beide nicht vorgeben wollen, „im Gegenteil: Es kam uns gerade auf die Vielfalt an, wir wollen die Orgel als Solo- und Begleitinstrument erklingen lassen – und dann auch zu viert im Chor“, sagt Brandt.

Für jeden sollte etwas dabei sein – am Mittwoch, 26. September, auch für die Kinder. Dann erhalten Fröndenberger Schüler und Kita-Kinder Orgelführungen in der Stiftskirche; „die Termine sind leider alle belegt“.

Und wie haben es Brandt und Rose geschafft, vier Orgeln unters Dach der Vincenzkirche zu bekommen? „Die Kirche selbst hat ja zwei, und wir haben uns zwei kleinere dazugeliehen“, denkt Rose noch mit Grausen an die Schlepperei. Eine der Gast-Orgeln ist aus Heilig Geist, die zweite kommt aus Hamm.

Zu den Stücken gehören symphonische Klänge wie in Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ in einer Fassung für Orgel und Schlagwerk, barocke Musik, Orgel plus Trompete, Orgel plus Chor, die vier Orgeln simultan gespielt, „Lieblingsstücke“ – und die Gäste auf der Orgelbank.

Wie Jörn Hänsch, der in Fröndenberg groß wurde, heute in Norwegen lebt und eigens von dort zum Orgelfestival in die alte Heimat anreist. Oder Gerhard Blum aus Köln, der am Abend des 30. September das Abschlusskonzert spielen wird. Oder Pavel Biallayeu, der als Schlagwerker am Eröffnungsabend mit einem „Marimbaphon“ aufwarten will. Einem Instrument, dessen Klang einem Xylophon ähnelt, dessen Aufschlagstäbe aber wirken wie eine riesige Klaviertastatur.

Der Eintritt ist immer frei

„Das werden zehn Tage voller schöner Konzerte“, sind die beiden Gastgeber sicher. Und noch eines ist wichtig: Der Eintritt zu allen Konzerten ist frei. Am Ausgang wird allerdings für das Orgelfestival eine Kollekte gesammelt.

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