Talsperren

Bestnote für die Wasserqualität im Hennesee bei Meschede

Blick aus der Luft auf den Hennesee: Es gibt Bestnoten für die Wasserqualität.

Blick aus der Luft auf den Hennesee: Es gibt Bestnoten für die Wasserqualität.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Meschede.  Sommer, Sonne, Wasser: Der Erfrischung im Hennesee steht nichts entgegen. Die Talsperre bei Meschede hat wieder Bestnoten bekommen. Die Details.

Die Bestnote für den Hennesee: Ausgezeichnete Wasserqualität wird der Talsperre vom Umweltministerium und das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen bescheinigt.

Nur einmal ausreichend

In Nordrhein-Westfalen gibt es 83 ausgewiesene EU-Badegewässer mit insgesamt 108 Badestellen, an denen während der Badesaison regelmäßig Untersuchungen der Wasserqualität stattfinden. Nach aktuellen Daten weisen 104 Badestellen eine „ausgezeichnete“ und drei Badestellen eine „gute“ Wasserqualität auf. Der Horstmarer See in Lünen erhielt eine „ausreichende“ Bewertung; ein erhöhter Bestand an Kanadagänsen beeinflusst die Gewässerqualität.

Die routinemäßige Überwachung der Badestellen soll sicherstellen, dass das Baden in den ausgewiesenen EU-Badegewässern nur bei hygienisch einwandfreien Bedingungen erlaubt ist. In diesem Zusammenhang bestehe nach derzeitigem Kenntnisstand und nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zudem kein Anlass zur Sorge, dass Covid-19 (SARS CoV-2) über den Wasserweg übertragen werde. Das Ministerium: „Auch nach Auskunft des Umweltbundesamtes sind nach aktuellem Kenntnisstand in Badegewässern keine relevanten Konzentrationen an SARS-CoV-2 zu erwarten, die zu einer Infektion führen können.“ Umweltministerin Ursula Heinen-Esser mahnt die Hygiene- und Abstandsregeln konsequent einzuhalten.

Einheitliche EU-Richtlinie

Seit mehr als 30 Jahren wird die Qualität der Badegewässer in ganz Europa nach einer einheitlichen Richtlinie geprüft. 2006 wurde die Richtlinie komplett überarbeitet und an den Stand der Wissenschaft und der praktischen Erfahrungen angepasst. Mit der EU-Badegewässer-Richtlinie (2006/7/EG) hat die Europäische Union einen flächendeckenden Schutz für das Baden in den Binnen- und Küstengewässern eingeführt.

Die Qualität eines Badegewässers wird anhand von Messwerten aus den zurückliegenden vier Jahren beurteilt. Zusätzlich nehmen die Gesundheitsämter während der Badesaison mindestens alle vier Wochen Wasserproben zur Analyse. Geprüft wird das Auftreten der Darmbakterien „Intestinale Enterokokken“ und „Escherichia coli“, die - als natürliche Darmbewohner von Mensch und Tier - durch Ausscheidungen in das Badegewässer gelangen und bei erhöhten Konzentrationen zu Krankheiten wie Übelkeit oder Durchfall führen können. Wenn eine erhöhte Konzentration dieser Keime vorliegt, wird zum Schutz der Badegäste ein zeitweiliges Badeverbot erlassen.

Aktuelle Bewertungen und Informationen können unter www.badegewaesser.nrw.de eingesehen werden.

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