Feuerwehr

Ungewöhnlicher Einsatz: Mescheder Feuerwehr rettet Pferd

Jochen Sellmann und Sylvia Klaus von der Löschgruppe Calle der Freiwilligen Feuerwehr Meschede haben eine Weiterbildung zur Großtierrettung absolviert - hier sind sie allerdings mit einem anderen Pferd zu sehen, der Stute „Solitär“. 

Jochen Sellmann und Sylvia Klaus von der Löschgruppe Calle der Freiwilligen Feuerwehr Meschede haben eine Weiterbildung zur Großtierrettung absolviert - hier sind sie allerdings mit einem anderen Pferd zu sehen, der Stute „Solitär“. 

Foto: Ute Tolksdorf

Beringhausen.  Erstmals kommen auch die Großtierretter der Mescheder Feuerwehr zum Einsatz: Ein Pferd muss aus einem Keller mit Gülle gerettet werden.

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Da war auch viel Improvisationsvermögen bei den Helfern gefragt: Die Feuerwehr hat in Beringhausen ein Pferd retten können, das knietief in Gülle eingesunken war.

Betrieb in Beringhausen

Der Haflinger war am Montag aus ungeklärten Gründen in einen Güllekeller gelaufen, der neben einem landwirtschaftlichen Betrieb in Beringhausen liegt. Das Pferd stürzte in die Gülle – und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus. Der Löschzug der Mescheder Feuerwehr, die Löschgruppe Remblinghausen und die Polizei wurden zu Hilfe gerufen. Mit zum Einsatz kamen erstmals auch die spezialisierten Großtierretter der Feuerwehr. „Es gibt immer wieder neue Einsätze“, sagte nachher Einsatzleiter Robert Hillebrand von der Mescheder Feuerwehr.

Nur unter Atemschutz

Mit einem Hochdruckgebläse hatte die Feuerwehr frische Luft in das Gebäude geführt. Ein Helfer versuchte, angezogen mit einer Wat-Hose und – wegen der Gase der Gülle – unter Atemschutz, das Pferd zu einer Öffnung zu treiben. Ein Tierarzt konnte dem Pferd dann eine Beruhigungsspritze geben. Danach konnten Schlaufen um das Pferd gelegt werden, um im Anschluss mit einem Radlader aus dem Keller gehoben zu werden – die Großtierretter kennen die Stellen am Pferd, wo diese Schlaufen verletzungsfrei angelegt werden können. Das Tier war anschließend wohlauf.

Für die Feuerwehr war es ein langer Einsatz, der um 15.10 Uhr begann - und erst gegen 20 Uhr endete. Denn dazu gehörte auch eine ausgiebige Reinigung.

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