Landesgartenschau 2020

12,95 Millionen Euro für die Bahn nach Kamp-Lintfort

Am südlichen Ende des Zechengeländes soll die Bahn 2020 halten.

Foto: Hans Blossey

Am südlichen Ende des Zechengeländes soll die Bahn 2020 halten.

Kamp-Lintfort.   Zur LaGa 2020 soll die Bahn fahren. Der Anschluss verläuft laut Bürgermeister Christoph Landscheidt nicht ausschließlich über RAG-Gelände.

Zur Landesgartenschau 2020 soll Kamp-Lintfort einen Bahnanschluss erhalten. Um die bestehende Trasse von der Ruhrkohle AG zu kaufen, werde zurzeit ein Vertragsentwurf vorbereitet, teilt Bürgermeister Christoph Landscheidt jetzt auf NRZ-Anfrage mit.

Für den Bahnanschluss wird nach Angaben des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr (VRR) die „ehemalige Strecke der Grubenanschlussbahn zum ehemaligen Bergwerk West reaktiviert“. Während der Landesgartenschau soll zwischen den Haltepunkten Moers-Rheinkamp und Kamp-Lintfort Kattenbergstraße ein Pendelverkehr eingerichtet werden. Danach soll die Trasse über weitere 1,3 Kilometer bis in die Stadtmitte fortgeführt werden. „Das Interesse aller Beteiligten ist groß, dass Projekt nach dem Ende der Landesgartenschau nicht auszusetzen, sondern direkt weiterzuführen“, so Landscheidt.

Zusätzliche Haltepunkte in zwei Moerser Stadtteilen

Eine wichtige Rolle bei den Planungen spiele der Anschluss in Rheinkamp, da in diesem Bereich „fremde Flächen“ in Anspruch genommen werden müssten. Für das gesamte Projekt habe die Stadt eine öffentliche Förderung angemeldet, der VRR nennt hier die Zahl 12,96 Millionen Euro.

Wie der VRR mitteilt, sind nach dem endgültigen Ausbau der Strecke zusätzliche Haltepunkte in den Moerser Stadtteilen Repelen und Eick geplant, das „finale Betriebskonzept“ werde aber noch erarbeitet. Die Anbindung Kamp-Lintforts sei im ÖPNV-Bedarfsplan NRW als „indisponibles“, also nicht verhandelbares Vorhaben enthalten.

Über den weiteren Verlauf des Projektes wollten sich weder Landscheidt noch der VRR detailliert äußern. Das NRW-Verkehrsministerium werte zurzeit die eingereichten Unterlagen aus, heißt es beim VRR. Christoph Landscheidt: „Wir wissen, dass wir ein sehr enges Zeitkonzept haben. Ich gehe davon aus, dass die Planung länger dauert als die Arbeiten an der Strecke.“

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