Autobahnen

A 57: Ausbau von Moers bis Düsseldorf soll 2018 beginnen

Vermutlich im nächsten Jahr beginnen zwischen Düsseldorf und dem Kreuz Moers auf der A 57 die Ausbauarbeiten für zwei weitere Spuren.

Foto: Markus Weissenfels

Vermutlich im nächsten Jahr beginnen zwischen Düsseldorf und dem Kreuz Moers auf der A 57 die Ausbauarbeiten für zwei weitere Spuren. Foto: Markus Weissenfels

Moers.   900 Millionen Euro kostet die Verbreiterung der A 57 zwischen Moers und Düsseldorf auf sechs Spuren. Aber es gibt noch einige Fragezeichen.

Immer langsam voran – so kennen es die Nutzer der Autobahn A 57. Auf kaum einer anderen deutschen Schnellstraße gibt es Tag für Tag so viele und so lange Staus. Die Autofahrer sind genervt. Mit einem Verkehrsaufkommen von bis zu 120.000 Fahrzeugen pro Tag gehört die A 57 zu den stauträchtigsten Autobahnen überhaupt. Prognosen zufolge wird diese Belastung weiter zunehmen.

So gehen Experten davon aus, dass bis zum Jahr 2030 dort bis zu 130 000 Fahrzeuge täglich unterwegs sein werden. Vor allem morgens, wenn sich der Berufsverkehr nach Düsseldorf quetscht und abends wieder heim, geht oft nichts mehr. Staus von 15 Kilometern Länge sind keine Seltenheit.

Zusätzliche Staus am Wochenende

Doch der Ausbau von vier auf sechs Fahrstreifen auf der insgesamt 63 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Nord und Kamp-Lintfort stockt ab Düsseldorf. In den nächsten Wochen werden einige Fahrbahnen ein wenig ausgebessert. Deshalb gibt es vor allem an den Wochenenden zusätzliche Staus. Doch nun gibt es ein bisschen Hoffnung, dass sich die Lage insgesamt entspannt.

Vermutlich im nächsten Jahr beginnen zwischen Düsseldorf und dem Kreuz Moers die Ausbauarbeiten. Das Projekt habe „höchste Priorität“ – so der „Landesbetrieb für Straßenbau“ in NRW. Allerdings nur, wenn der Bund bis dahin die finanziellen Mittel für den Bau bereit gestellt hat. Aber erst 2020 könnten die Arbeiten abgeschlossen sein. 900 Millionen kostet das Großprojekt insgesamt.

Krefeld ist ein Nadelöhr

Ein Nadelöhr für den Verkehr ist seit Jahren der Bereich Krefeld mit seinen drei Auffahrten. Objektleiter Athanasios Mpasios glaubt, dass sich die Stau-Situation bereits entspannt, sobald die Autobahn im Krefelder Bereich verbreitert ist. „Wenn es diese Engstelle nicht mehr gibt, verflüssigt sich der Verkehr automatisch.“

Angenehm für die Anwohner: 75 Millionen Euro werden in den Lärmschutz investiert. Viele Schallschluck-Wände werden aus Glas sein, damit der Blick auf die Natur bleibt. Dazu wird auf der kompletten Strecke Flüsterasphalt aufgetragen.

Sechs Brücken müssen abgerissen werden

Besonders aufwändig werden die Arbeiten dann im Bereich Moers. Rund 6,5 Kilometer liegen zwischen der Anschlussstelle Krefeld-Gartenstadt und dem Autobahnkreuz Moers, die den Ausbauabschnitt „Kapellen“ markieren. Für den sechsstreifigen Ausbau der A 57 müssen alleine hier sechs Brücken abgerissen werden. Davon werden fünf wieder gebaut.

Eine besondere Herausforderung auf dem Abschnitt: Eine neu zu errichtende Brücke über die Moerser Straße muss um 35 Meter nach Süden verschoben werden. Das wiederum erfordert die komplette Verlegung der Moerser Straße.

Nicht alltägliche Herausforderungen für die Planer

Während der Bauarbeiten am viel befahrenen Autobahnkreuz Moers müssen sich die Autofahrer monatelang auf extreme Staus und viele Verspätungen einrichten. Hier trifft die A 57 auf die Ruhrgebiets-Autobahn A 40, die das Revier mit den Niederlanden verbindet.

Um den Verkehrsfluss zu verbessern, muss auch das Autobahnkreuz komplett ausgebaut werden. Eine weitere nicht alltägliche Herausforderung für die Planer sind der unmittelbar am Kreuz Moers verlaufende Moerskanal sowie ein kleiner See im Bereich Steinbrückenstraße.

Ab Moers Richtung Holland stockt der Ausbau

Ab Moers Richtung Holland stockt der Ausbau der A 57 dann erst einmal. Sechs Spuren bis zum Kreuz Kamp-Lintfort sind zwar in Planung, aber wann die Bauarbeiten starten, ist völlig ungewiss. „Frühestens in sieben oder acht Jahren“, heißt es.

Von Kamp-Lintfort bis zur niederländischen Landesgrenze bleibt die A 57 dann auf absehbare Zeit vierspurig.

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