Klimaschutz

Am Bergsee in Moers-Schwafheim müssen Pappeln gefällt werden

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Blick auf das Erholungsgebiet in Moers-Schwafheim.

Blick auf das Erholungsgebiet in Moers-Schwafheim.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Moers.  Enni Stadt & Service Niederrhein kündigt Forstarbeiten im Bereich am Schwafheimer Bergsee in Moers an. Es geht auch um Folgen des Klimawandels.

Aufmerksame Besucher des Naherholungsgebietes am Schwafheimer Bergsees werden es in der kommenden Woche bemerken: Mitarbeiter der Enni Stadt & Service Niederrhein werden zusammen mit einem Fachunternehmen im Auftrag der Stadt Moers ab Montag, 27. September, in dem zum Verkehrsübungsplatz zugewandten Bereich Forstarbeiten durchführen. Das teilt Enni mit.

Bei den regelmäßigen Baumkontrollen im Stadtgebiet hatte das Unternehmen an dutzenden Hybrid-Pappeln teils schwere Schäden bis hin zu komplett abgestorbenen Bäumen festgestellt. „Einige Bäume haben Faulstellen im Kronenbereich oder sind Opfer des Pappelbocks geworden“, informierte der für die Grünflächenunterhaltung zuständige Abteilungsleiter Eckhard Müller darüber, dass die Bäume nicht mehr zu retten sind: „Die betroffenen Pappeln sind trocken und brüchig, von ihnen geht mittlerweile eine Verkehrsgefährdung aus.“

Eine Folge der Trockenheit

Auch am Schwafheimer Bergsee sind die massiven Baumschäden laut Enni wahrscheinlich eine Folge der Trockenheit der letzten Jahre. Dadurch sind viele Bäume geschwächt.

Die Arbeiten haben in diesem Waldstück auch Folgen für bislang weniger beschädigte Exemplare, die Enni bei der Maßnahme ebenfalls aus dem Forst entnehmen muss. „Freistehende Pappeln sind wegen ihres weichen Holzes bruchgefährdet.“ Die Arbeiten sind dabei mit dem Fachdienst Grün und Umwelt der Stadt Moers abgestimmt, die zuständigen Stellen des Kreises Wesel informiert.

Enni prüft auch Parkanlagen

Eckhard Müller ist überzeugt, dass sich dieser Waldbereich schnell erholen wird: „Hier sind zahlreiche weitere Bäume und Sträucher beheimatet, die sich nach der Fällung der Pappeln sogar besser entwickeln können und so entstehende Lücken weitgehend schließen werden.“ Wo notwendig sei aber vereinbart, in den kommenden Jahren Nachpflanzungen vorzunehmen, heißt es in einer Mitteilung an die Redaktion.

Die Baumkontrolleure der Enni haben die rund 64.000 Bäume im Stadtgebiet ständig im Blick. „Die Bäume im öffentlichen Raum sind natürlich nicht sich selbst überlassen. Wir gucken regelmäßig, ob sie gesund und standsicher sind und stellen so die so genannte Verkehrssicherung her“, teilt die Enni mit. Man inspiziere deswegen in regelmäßigen Abständen auch die städtischen Parkanlagen und Naherholungsgebiete wie das Schwafheimer Meer. Auch an den jetzt betroffenen Pappeln hatte Enni so die Erkrankungen festgestellt.

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