Schule und Europa

Am Gymnasium Rheinkamp in Moers ist Europa sogar Schulfach

In Kamp-Lintfort und Moers gibt es Europaschulen.

In Kamp-Lintfort und Moers gibt es Europaschulen.

Foto: Erwin Pottgiesser

Moers/Kamp-Lintfort.   Das Schulleiter-Ehepaar Barbara und Dirk Mennekes beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Europa. Die Wahlen 2019 spielen eine große Rolle.

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Das Ehepaar Barbara und Dirk Mennekes beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Europa. Sie leitet die Europaschule Kamp-Lintfort, er das Gymnasium Rheinkamp – Europaschule Moers. „Wir sind eine politisch orientierte Familie, bei uns spielt Europa auch zuhause immer eine Rolle“, sagt Dirk Mennekes – und das ist noch längst nicht alles in Sachen Europa.

Eine Botschafterschule des EU-Parlaments

Am Gymnasium Rheinkamp ist Europa sogar Schulfach. „Wir in Europa“, kurz „WIE“, heißt es, und natürlich geht es um Literatur, Geschichte und Deutsch. Die Wahlen im kommenden Jahr werden ein großes Thema im Unterricht sein, denn das Gymnasium ist eine von wenigen Botschafterschulen des Europäischen Parlaments.

Ebenso laufen zurzeit drei Projekte, die mit dem europäischen Programm Erasmus gefördert werden. Bei einem geht es um Nachhaltigkeit bei Energie, Moerser Schüler lernen zusammen mit Polen und Spaniern auf einer gemeinsamen Internet-Plattform.

Mit Blick auf die jüngste Entwicklung in Europa sagt Dirk Mennekes: „Manche Dinge sehe ich mit großem Unverständnis. An der Schule versuchen wir zu vermitteln, dass Europa keine Bedrohung, sondern ein großes Friedensprojekt ist.“ Die Anregung, das Gymnasium zur Europaschule zu machen, kam von Mennekes Vorgänger Fritz Burger und Heinz-Werner Duensing, heute stellvertretender Schulleiter.

Barbara Mennekes fasst den Europabegriff noch weiter: „Wir sind eine bunte Schule und gerade da passt der Demokratiegedanke und das Thema Gleichberechtigung besonders gut. So gesehen konnten wir gar nichts anderes werden als Europaschule.“ So gesehen war der Name zuerst da, das Zertifikat kam kurz darauf. Im Schulalltag äußert sich das aktuell dadurch, dass einige Kamp-Lintforter Kollegen in Polen weilen, gemeinsam mit Kollegen aus Estland, Lettland, Mallorca und den Niederlanden. Thema ist die Digitalisierung des Lernens.

Schwerpunkt sind momentan die Europa-Wahlen

Die bevorstehenden Europawahlen sind natürlich derzeit Schwerpunktthema im Politikunterricht, der in fast allen Jahrgangsstufen der Sekundarschule erteilt wird. Außerdem gibt es alljährlich unter anderem eine Projektwoche im Frühjahr zu europäischen Themen. Zwingend für eine Europaschule sei auch das Angebot einer zweiten Fremdsprache ab Klasse 6. Hier bietet die Schule an der Sudermannstraße neben Französisch auch Niederländisch an. Letzteres ist dann praktisch, wenn es in Klasse 9 für die Schüler zum Auslandspraktikum in die Niederlande geht.

Passend zum Europagedanken ist auch die Tatsache, dass Kamp-Lintfort als Euregio-Schule eng mit einer Schule im niederländischen Huissen verbunden ist. Und das alles ist nur ein Teil dessen, wie in der Sekundarschule Europa gelebt wird.

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