Verkehr

Ampel an der B 510 in Kamp-Lintfort kommt erst im Frühjahr

Nach einem Unfall, der einen 83-Jährigen das Leben kostete, nahm die Unfallkommission die Kreuzung am Dachsberg erneut ins Visier. Bis spätestens zum Frühjahr soll hier eine Ampel solche Unglücke verhindern.

Nach einem Unfall, der einen 83-Jährigen das Leben kostete, nahm die Unfallkommission die Kreuzung am Dachsberg erneut ins Visier. Bis spätestens zum Frühjahr soll hier eine Ampel solche Unglücke verhindern.

Foto: Arnulf Stoffel / FUNKE Foto Services

Kamp-Lintfort.  Die Kreuzung der B 510 am Kamp-Lintforter Dachsberg war im vergangenen Jahr nach einen tödlichen Verkehrsunfall erneut ins Visier geraten.

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Eigentlich sollte die Ampel an der Kreuzung B 510/Mühlenstraße/Feldstraße Ende 2019 in Betrieb gehen. Das wird sich wohl noch eine Weile hinziehen. Spätestens bis zur Landesgartenschau sollten solche Bauarbeiten in der Stadt aber abgeschlossen sein. Das sei so mit Straßen.NRW verabredet, sagte Kämmerer Martin Notthoff auf NRZ-Anfrage.

Derzeit liegt der Entwurf, den Straßen.NRW für die Signalanlage ausgearbeitet hat, bei der Stadt. Von dort muss die Anordnung an Straßen.NRW für den Baubeginn kommen. Bei der sogenannten „verkehrsrechtlichen Anordnung“, auf die Straßen.NRW laut eigener Angabe wartet, gehe es darum, dass die Stadtverwaltung festlegen muss, wo Verkehrszeichen oder Linien im Kreuzungsbereich hinmüssen. „Das ist üblicherweise keine langwierige Angelegenheit“, sagte Notthoff. Mit der Ampel soll die Kreuzung am Dachsberg entschärft werden.

Die Kreuzung war 2018 nach einem Verkehrsunfall ins Visier geraten, bei dem ein 83-Jähriger starb. Die Unfallkommission kam zwei Wochen später zu dem Entschluss, dass eine Ampel an der Stelle sinnvoll sei. Noch im Frühjahr 2018 hatte die Unfallkommission entschieden, die Geschwindigkeitsbegrenzung an dieser Stelle von 50 km/h wieder auf 70 km/h heraufzusetzen.

In diesem Jahr gab es allein an dieser Stelle fünf Unfälle, teilweise mit Verletzten

Als Unfallhäufungspunkte, auf die die Kommission regelmäßig ein Auge werfen muss, gelten Stellen, an denen es in einem Jahr dreimal oder häufiger kracht. Die Polizei verzeichnete laut einem Sprecher an dieser Stelle für 2019 fünf Unfälle. Bei dreien dieser Zusammenstöße gab es danach Verletzte, in einem Fall erheblichen Sachschaden und in einem weiteren Fall leichten Sachschaden. Hauptunfallursache, so der Sprecher weiter, sei „das Einbiegen auf Kreuzungen“ gewesen, also das Missachten der Vorfahrt. In 2018 hat es an dieser Stelle neben dem tödlichen Unglück noch drei weitere, leichtere Unfälle gegeben.

Bis Februar/März hingegen soll die Ampel an der Moerser/Eyller Straße fertig sein, wie Dezernent Notthoff weiter erklärte. Er widersprach jedoch dem von einem NRZ-Leser geäußerten Mangel, dass die derzeit aufgestellten Bauzäune die Sicht behinderten: „Das entspricht nicht meinem persönlichen Eindruck.“ Er beruhigte aber: „Sobald die Fundamentierungsarbeiten abgeschlossen sind, verschwinden die Zäune.“

>>> Bauarbeiten am Kreisverkehr
Am Kreisverkehr
Friedrich-Heinrich-Allee/Friedrichstraße/Stephanstraße gehen die Arbeiten weiter. Ab Donnerstag, 5. Dezember, wird die Verkehrsführung geändert: Die Anbindung der Stephanstraße an die Friedrich-Heinrich-Allee wird gesperrt. Eine Umleitung wird entsprechend ausgeschildert. Die Friedrichstraße bleibt weiterhin gesperrt, die Friedrich-Heinrich-Allee bleibt ebenfalls halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird dort mit einer Baustellenampel geregelt. Das Tiefbauamt bemüht sich, die Beeinträchtigungen auf ein Mindestmaß zu reduzieren.

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