Energiewirtschaft

Amprion-Pläne in Moers liegen auf Eis

Anfang Juni stellten Christian Nöldemann, Claas Hammes und Siegbert Gesang von Amprion Schallschutz- und Umbaumaßnahmen im Umspannwerk Utfort vor. Die Maßnahmen werden umgesetzt. Offen ist hingegen, wann die eigentlich für 2015 geplante neue Trasse verlegt wird.

Anfang Juni stellten Christian Nöldemann, Claas Hammes und Siegbert Gesang von Amprion Schallschutz- und Umbaumaßnahmen im Umspannwerk Utfort vor. Die Maßnahmen werden umgesetzt. Offen ist hingegen, wann die eigentlich für 2015 geplante neue Trasse verlegt wird.

Foto: Christoph Karl Banski / Funke Foto Services

Moers.   Der Ausbau der Stromtrasse im Moerser Norden verzögert sich um „einige Jahre“. Bürgerinitiative Moers unter Hochspannung informiert am 9. Dezember.

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Der Energiedienstleister Amprion hat seine Pläne für den Ausbau einer Stromtrasse im Moeser Norden auf Eis gelegt. „Das Projekt verzögert sich um einige Jahre“, sagte Pressesprecher Dr. Andreas Preuß am Dienstag auf NRZ-Anfrage. Grund sind anstehende Ergänzungen im Energieleitungsausbaugesetz des Bundes.

Eigentlich war in diesem Gesetz vor sechs Jahren festgelegt worden, dass das Umspannwerk Utfort 2015 eine neue 380 Kilovolt-Leitung erhält. Sie wäre Teil einer Trasse, die Wesel mit Koblenz verbindet. Die Strecke Wesel, Moers, Krefeld fehlt aber noch. „Wir sind noch nicht so weit“, sagt Preuß.

Eine der Ergänzungen zum Energieleitungsausbaugesetz: 380 Kilovolt-Leitungen sollen unter der Erde verlegt werden. Bisher wurden maximal 110 Kilovolt-Leitungen unter der Erde verlegt. Amprion könnte hier die Zusage für eine unterirdische Rheinquerung bei Voerde bekommen. Dass die Leitung dann rechts- und linksrheinisch weiter unter der Erde verlegt wird, hält Preuß aus heutiger Sicht für unrealistisch. Zurzeit sind zum Umspannwerk Utfort neue Oberleitungen geplant.

Genau diese Oberleitungen sehen Helmut Breitfeld und Adi Trumpa von der Bürgerinitiative Moers unter Hochspannung kritisch. Die bestehende Freiluftleitung verläuft nahe der Regenbogenschule, der Kindertagesstätte Bauklötzchen, zweier Kleingartenanlagen und der Wohnbebauung. Helmut Breitfeld: „Die Masten sollen von jetzt 30 Meter auf 70 Meter erhöht werden, um die Abstrahlung zum Boden zu verringern. Wir wünschen uns aber, die Leitungen in die Erde zu verlegen.“

Nach Informationen von Breitfeld und Trumpa hält man bei der Bundesregierung die Erdkabel für vorrangig. Auch mit Blick auf die mittlerweile von Wohnbebauung umgebene Umspannstation befürchten Breitfeld und Trumpa auch künftig „erhebliche Gesundheitsgefahren, vor allem für Kinder“. Über den aktuellen Sachstand möchten sie die Öffentlichkeit informieren.

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