Corona

Moers: Ansturm auf den Unverpacktladen – wegen Mundschutz

So nähen Sie sich selbst einen Mundschutz

Mundschutz-Masken sind rar in der Coronakrise. Mit dieser Anleitung können Sie sich selbst eine nähen.

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Moers.  Am Montag gab es einen Ansturm auf den Unverpacktladen in Moers. Alle wollten Mundschutz gegen Corona. Zuvor gab es eine Kommunikationspanne.

Am Montagmorgen ist es zu einem Ansturm auf den Unverpacktladen Tante Pati in der Moerser Innenstadt gekommen. Wie die Inhaberin Patrizia Paulus erzählt, haben bereits um acht Uhr Kunden vor der Tür gestanden. Das Telefon habe auch bis zwei Uhr durchgeklingelt. Alle wollten einen Mundschutz des Modelabels Hudhud kaufen; dieser wird – wie berichtet – im Nähzimmer in Neukirchen-Vluyn hergestellt. Nur: Bei Tante Pati gibt es diesen Mundschutz nicht mehr.

Am Freitag habe es zunächst 30 Stück zu Probezwecken gegeben, erklärt Patrizia Paulus. Weitere wollten sie und ihr Partner nicht erwerben.

Tante Pati Moers: Mitarbeiterin wurde beschimpft

Am Montag sind wegen der aktuellen Situation im Laden dann doch noch 50 Stück nachgeliefert worden, allerdings sei der Preis nicht zu halten gewesen. „Wir wollen da nicht dran verdienen“, betont die Ladeninhaberin verzweifelt, die offenbar teils wüste Beschimpfungen über sich ergehen lassen musste.

Reinhild Freese, Vertreterin der Hudhud-Geschäftsführung, bedauert die Entwicklung und räumt eine Kommunikationspanne ein. Mit dem Mundschutz versorge man jetzt nur noch Altenheime und er sei über www.hudhud-couture.de zu bekommen. Wer Stoffreste hat, ruft an: 02845/39 735 57.

Bei Tante Pati haben nun Mutter und Großeltern begonnen, Mundschutz zu nähen.

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