Kamp-Lintfort

Auf Kloster Kamp sind gewinnbringende Ideen gefragt

Kloster Kamp: Ohne Zuschüsse und Eigeninitiative kann das Geistliche und Kulturelle Zentrum nicht überleben.

Foto: Hans Blossey

Kloster Kamp: Ohne Zuschüsse und Eigeninitiative kann das Geistliche und Kulturelle Zentrum nicht überleben.

Kamp-Lintfort.   2018 muss das Geistliche und Kulturelle Zentrum erstmals ohne einen Zuschuss des Kreises auskommen. Peter Hahnen warnt vor weiteren Kürzungen.

In diesem Jahr muss das Geistliche und Kulturelle Zentrum Kloster Kamp erstmals ohne einen Zuschuss des Kreises auskommen. Für den Fall, dass auch das Bistum und die Stadt über ihre Zuschüsse nachdenken sollten, sagt Zentrumsleiter Dr. Peter Hahnen schon jetzt: „Dann geht es nicht mehr.“

Zeichen, dass die Zuschüsse des Bistums und der Stadt reduziert würden, gibt es aktuell nicht, doch am Kloster Kamp ist man im Laufe der vergangenen Jahre hellhörig geworden, wenn es ums Geld geht. Immer wieder wurden Förderungen gekürzt oder gestrichen, zuletzt durch den Kreistag.

Mittel wurden schrittweise reduziert

Vor drei Jahren flossen noch 9200 Euro aus Wesel zum Kloster Kamp, dann wurden die Mittel nach einem Mehrheitsbeschluss des Kreistages schrittweise reduziert. In diesem Jahr liegt er bei null Euro. 45 Prozent, also weniger als die Hälfte der Mittel, die das Zentrum Kloster Kamp im Jahr zur Verfügung hat, kommen vom Bistum und von der Stadt, der Rest muss erwirtschaftet werden.

Da sind gute Ideen gefragt, und im vergangenen Herbst hatte das Team um Peter Hahnen offenbar eine: Den Förderkreis des Zentrums gibt es schon lange, und 100 Mitglieder sind ja auch eine ansehnliche Zahl. Um aber noch mehr zu bekommen, gab es eine besondere, zeitlich begrenzte Aktion: Wer dem Förderverein beitrat, hatte zum Beispiel die Chance auf einen Kaffee mit WDR-Moderatorin (und Kamp-Lintforterin) Yvonne Willicks im Rokokosaal, einen Hausbesuch von Landrat Ansgar Müller (mit Kuchen) und ein Abendessen, das Bürgermeister Christoph Landscheidt zubereitet.

Der Weihbischof als Glücksfee

Für diese und weitere Glücksmomente hat es jetzt eine Auslosung gegeben, die niemand anderer als Weihbischof Rolf Lohmann vornahm. Peter Hahnen freut sich über die prominente Unterstützung bei der Aktion, berichtet aber auch: „17 neue Förderer kann der Verein begrüßen.“ Anders ausgedrückt: Rund 2500 Euro zusätzlich fließen künftig Jahr für Jahr in die Kasse des Zentrums. Dass das Geld gut investiert ist, bestätigt Hahnen: „Wir bieten immer mehr Veranstaltungen bei gleich bleibender Personenzahl an.“

Zum vierten Mal in Folge verzeichnete das Zentrum im vergangenen Jahr über 30 000 Besucher bei Veranstaltungen, Café- und Ladenbesucher nicht eingerechnet. Organisiert und begleitet werden die Veranstaltungen von neun Mitarbeitern, darunter vier Mini-Jobber. Übrigens: Der Förderverein ist offen für weitere Mitglieder. Nur den Kaffee mit Yvonne Willicks, den gibt es jetzt nicht mehr.

>>> Fastenjazz mit Gitaree und Meditation<<<

Die Fastenzeit nicht als Stress sondern mit einem Impuls als Einkehr zu erleben, lädt das Team des Geistlichen und Kulturellen Zentrums Kloster Kamp am morgigen Mittwoch (28. Februar) in die Marienkapelle der Abteikirche ein.

Der Kölner Jazz-Gitarrist Marius Peters spielt dann auf und Peter Hahnen bietet besinnliche Texte und Meditationen. Die gut 30-minütige Vorstellung beginnt um 18.30 Uhr. Der Eintritt ist frei und eine Anmeldung auch nicht erforderlich.

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