Aufbruchstimmung an den Schulen

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SANIERUNGEN. Seit gut einem Jahr ist die Pro:sa Projektgesellschaft kräftig bei der Arbeit. Viel Lob kommt von den Direktoren.

MOERS. Normalerweise ist es so: Wenn ein Gebäude fertig ist, dann bekommen die Handwerker und Architekten eine Menge Lob. Gestern war das ganz anders. Denn das Lob und die Komplimente wurden inmitten von Baustellen verteilt, die allesamt noch nach viel Arbeit aussahen. Und dann waren Die Adressaten auch noch Teile der Moerser Verwaltung und Ratspolitiker aller Couleur.

Anlass der Lobeshymnen war die gestrige Rundfahrt zu der die Pro:sa Projektgesellschaft Schulsanierung eingeladen hatte. Sieben Schulen wurden besucht. In allen wird gerade kräftig saniert, angebaut oder sogar neu gebaut. Aber auf allen Baustellen sah man glückliche Schulleiter. Der Chef des Gynasiums Rheinkamp, Fritz Burger, erzählte von seinen leidvollen Erfahrungen mit früheren Sanierungsmaßnahmen. "Das war immer nur Flickwerk. Wenn kein Geld mehr da war, ging es nicht mehr weiter. Frustierend." Ähnliche Erfahrungen hat auch Hans Jürgen Hucks vom Grafschafter Gymnasium gemacht. "Wir hatten hier mal Trockenbauer aus dem Osten der Republik. Die haben in ihrer Zeit natürlich richtig geschafft, aber eine ordentliche Plaung war nicht möglich."

Denn genau das braucht eine Schule. Schließlich sind die Baumaßnahmen wie eine Operation am offenen Herzen. Der Schulbetrieb muss nämlich weitergehen. Natürlich muss man sich an einigen Schulen mit Containern helfen, aber selbst solche Maßnahmen stören die wenigsten. "Es herrscht hier eine richtige Aufbruchstimmung", erzählt Elke Schulz von der Dorsterfeldschule in Kapellen. "Alle Lehrer kommen sehr gerne zur Schule, weil hier was Tolles passiert. Und die Schüler freuen sich, weil sie mitgestalten können, zum Beispiel die Farben in Klassen und Schulfluren."

Von den Schulen können auch andere Wünsche kommen: Beim Grafschafter schwiegen die Baumaschinen in den zwei Wochen des schriftlichen Abiturs. "Wir arbeiten vor allem mit Firmen aus Moers und Umgebung", erklärt Pro:sa Chef Heinz-Adolf Janßen. "Deshalb funktioniert das alles so gut." Alle Schulleiter bestätigten das gestern nur.

ERTÜCHTIGUNG65 Millionen Euro kostet das Pro:sa Programm bis 2042. Bausanierung, Brandschutz und Barrierefreiheit heißen die Ziele. Die erste Phase dauert bis Ende 2009. Neun Schulen sind dabei.

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