Halden im Ruhrgebiet

Ausflug zur Pattberghalde in Moers

Blick von der Pattberghalde in Moers auf das Ruhrgebiet.

Blick von der Pattberghalde in Moers auf das Ruhrgebiet.

Moers.  Mitten im Ruhrgebiet liegt ein Gebirge, das es vor einigen Jahrzehnten noch gar nicht gab: Die Halden und Deponien mit den Abfällen der Montanindustrie bilden mittlerweile eine beachtliche Bergwelt. Ein Ausflug zur Pattberghalde in Moers.

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Die Pattberghalde zählt zu den klassischen Tafelbergen des Ruhrgebiets, von 1964 bis 1985 diente sie als Abraumhalde der Schachtanlage Pattberg. Nach Schließung der Zeche blieb sie zunächst im Besitz der RAG, schlummerte still vor sich hin, wurde immer grüner und sorgte in den späten 1980ern für eine Kuriosität: Ein Mitarbeiter der Ruhrkohle AG, der aus einer Winzerfamilie an der Mosel stammte, legte am Südhang der Halde einen Weinberg an.

30 bis 60 Flaschen „Pattberger Sonnenhalde“ lieferten die knapp 100 Rebstöcke. Mit der Pensionierung des Mitarbeiters endete die Ära des Weinbergs. 1997 erwarb der Regionalverband Ruhr die Halde und gliederte sie in den Landschaftspark Niederrhein ein. Inzwischen ist die Halde dicht begrünt, breite Wege ermöglichen einen guten Aufstieg.

Drachen und Modell-Segelflieger

Auf dem großen Plateau des Tafelbergs erheben sich zwei kleinere Kegel, die später aufgesetzt wurden und nur mit Gräsern bewachsen sind. Hier, am hölzernen Gipfelkreuz, stimmt die Aussicht, die man auf den unteren, bewaldeten Abschnitten der Halde vermisste. Und hier oben stimmt auch der Wind für Drachen und Modell-Segelflieger.

Über mehrere Jahre fand auf der Pattberghalde das Drachenfest mit zahlreichen Akteuren und Hunderten von Besuchern statt. Damit ist es seit 2008 leider vorbei, das Drachenfest ist auf die Halde Rheinpreußen abgewandert. Was aber nicht heißt, dass auf Pattberg nichts mehr fliegt. Im Gegenteil: Es ist erklärte Absicht, das Nutzungskonzept der Halde zu schärfen. Als Kinderspielberg unter dem Leitthema „Drachenhalde“.

[kein Linktext vorhanden] Geplant sind weitere Biotope, Reitwege und ein Drachenweg, der auf den Drachenberg hinauf führt und die Sage vom Kampf gegen den feuerspeienden Drachen erzählt.

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