Musik

Axel Berchem spielt sein letztes Orgelkonzert in Moers

Axel Berchem.

Axel Berchem.

Foto: Ulla Michels / FUNKE Foto Services

Moers.  Kantor Axel Berchem hat am Freitagabend sein letztes Orgelkonzert in der Stadtkirche Moers gespielt. Viele Besucher wollten ihn nochmal hören.

Freitagabend in der Stadtkirche: Axel Berchem, der Kantor des Gotteshauses, hat sein letztes Orgelkonzert gespielt. Im Eingangsbereich wurden Flyer für den zweiten Teil der Musikalischen Sommerabende verteilt. Axel Berchem spielte den Abschluss dieser Reihe unter der Überschrift „…allerlei, zuletzt Ruhe“. Viele Menschen waren gekommen, um Berchem ein letztes Mal in der Kirche spielen zu hören.

Fast alle Plätze im unteren Bereich waren besetzt. Mit verschiedenen Stücken aus der Romantik sollte sein Abschied gebührend gefeiert werden. Axel Berchem erklärte zu Beginn, welche Orgelwerke er auf der Kiste, wie er sie liebevoll nannte, spielen würde.

Zum Auftakt des Abends spielte er den Choral no. 3 d-Moll des Niederländers Hendrik Andriessen. Das elfminütige Stück beeindruckte mit lauten Klängen, die unter den hohen Decken der Kirche schallten. Das dramaturgische Stück wurde abgelöst von einem von Berchem selbst komponiertem Song, von dem er behauptete, er sei noch nicht ganz fertig. Er hätte sich dennoch damit zufrieden gegeben und würde ihn nun präsentieren. Sein komponiertes Stück, Some blue Variations on „It’s a me, oh Lord“’, beeindruckte mit fröhlichen Tönen, die den einen oder anderen Kopf zum Nicken brachten und in fröhliche Gesichter schauen lies.

Berchem spielte im Anschluss eine sinfonische Kanzone von Siegfried Karg-Elert. Eine Berg-und-Talfahrt der Klänge mündete in einem kräftigen, raumbeherrschenden Schluss. Roswita und Manfred Paschen, zwei der Besucher des Abends, waren sehr begeistert. Besonders gefiel ihnen das von Berchem selbst komponierte Stück. Orchesterwerke aus der Romantik würden sie sonst nicht bevorzugen, sie wären aber zu diesem Anlass sehr passend gewesen.

Die Bauer der Orgel waren an diesem Abend auch zu Besuch. Stephan Oppel, Lisa Oppel und Kevin Koch sind extra aus dem Sauerland angereist, um Axel Berchem spielen zu hören. Stephan Oppel, der selbst Orgel spielt, erklärte, dass diese nun zwei Jahre alt sei und es besonders schön sei, einen so talentierten Kantor auf dem eigenen Fachwerk spielen zu hören. Zudem sei Moers immer eine Reise wert.

Berchem spielte nach der Pause ein sanftes und abwechslungsreiches Stück von Zsolt Gàrdonyi, Mozart Changes. Im Anschluss folgten Werke von César Franck und Alfred Hollins. Die Besucher lauschten aufmerksam dem romantischen Stück Nocturne von Alfred Hollins und der Stille zum Schluss, die den Musikalischen Abend in einem fröhlichen Miteinander bei einem Glas Wasser oder Wein enden ließ.

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