Weihnachtsbäume

Bei Michael Florenz bekommen Weihnachtsbäume die eigene Form

Michael Florenz und Rolf Becker in der Nordmanntannenschonung.

Foto: Arnulf Stoffel

Michael Florenz und Rolf Becker in der Nordmanntannenschonung. Foto: Arnulf Stoffel

Neukirchen-Vluyn.   Experte Michael Florenz und seine Mitarbeiter haben das ganze Jahr über Vorweihnachtszeit. Viele seiner Weihnachtsbäume haben etwas Spezielles.

Für Michael Florenz und seine Mitarbeiter von der Baummanufaktur weihnachtet es schon seit Wochen. Streng genommen sogar das ganze Jahr über. Mit der Weihnachtsbaumpflege hat der 32-Jährige monatelang zu tun. Der Verkauf, der seit Ende November läuft, ist nur ein Teil der Arbeit. „Zunächst werden die dreijährigen Sämlinge aufgepflanzt“, erklärt der Agrar-Betriebswirt. Immer im Abstand von 1,50 Meter x 1,50 Meter.

„Wenn Sie gute Bäume haben wollen, muss das Feld sauber sein“, erklärt der Fachmann. Heißt: Das Kulturbegleitkraut, wie Florenz es nennt, muss entfernt werden. „Das teuerste an der Weihnachtsbaumproduktion ist die Unkrautpflege“, erklärt er weiter.

Die beginnt im April/Mai und dauert bis zum Herbst.

Im dritten Jahr beginnt Florenz damit, die Pflanzen zu beschneiden. Das ist das Besondere an seinen Bäumchen: Sie sind von unten bis oben gleichmäßig garniert. In Form geschnitten.

Die Idee kommt aus den USA

Die Idee hat Michael Florenz aus den USA mitgebracht, wo er 2006 für neun Monate gearbeitet hat.

Dazu werden die Seitentriebe beschnitten, und auch Spitzen, die aus dem Baum herausschießen, müssen ihre Länge lassen. Dafür werden im Frühjahr neue Seitentriebe hochgebunden, die zur neuen Weihnachtsbaumspitze werden.

Selbstverständlich habe er auch natürlich gewachsene Bäume im Angebot, sagt Florenz. Aber die Nachfrage nach der besonderen Form sei ebenfalls hoch.

„Wir haben Baumarten, die es sonst nicht überall gibt“, wirbt Florenz, lächelt und fängt an, aufzuzählen: Nordmanntanne, Coloradotannen, Douglasien, veredelte Blaufichten, Schwarzkiefern, Seidenkiefern, .... Letztere seien besonders geeignet für Räume mit Fußbodenheizung, fügt er noch schnell an.

Am Wochenende ist Hoffest

„Wir verkaufen auch noch viel mit Ballen“, erklärt Florenz. Und wer einmal einen Weihnachtsbaum ausgegraben hat, weiß, wie viel Arbeit das ist. Der Experte und seine Leute rücken den Bäumen allerdings mit maschinellem Gerät an die Wurzeln. Das macht die Arbeit doch etwas übersichtlicher.

Am kommenden Wochenende (9. und 10. Dezember) laden Michael Florenz und seine Familie zum Hoffest nach Groß Opholt ein. Damit haben sie vor fünf Jahren klein angefangen. Jetzt gibt es jeweils zwischen 10 und 18 Uhr Kaffee, Glühwein, Wildprodukte, Gestecke, Holzarbeiten, Plätzchen, selbstgebastelte Leuchten und vieles mehr.

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