US-Biker meets Niederrhein

Beim Treffen US-Biker meets Niederrhein gab’s viel zu sehen

Biker-Treffen am Generation in Moers.

Foto: Thorsten Lindekamp

Biker-Treffen am Generation in Moers. Foto: Thorsten Lindekamp

Moers.  Am Wochenende haben sich Motorradfans am Generation in Moers getroffen. Viele Harley-Fahrer sind gekommen. Musik und Unterhaltung gab es auch.

Der unverwechselbare Klang großvolumiger V2-Motoren brachte am Wochenende die Luft vor dem Generation in Scherpenberg zum Zittern. Das Knallen dicker Auspuffrohre ließ die Trommelfelle vibrieren. Dort ging, diesmal unter dem Titel „US-Biker meets Niederrhein“, das schon traditionelle Biker-Treffen über die Bühne. „Der Name ‚Harley‘ ist uns leider untersagt worden“, bedauert Veranstalter Peter Clasani.

Die Bühne stand allerdings nur zeitweise im Mittelpunkt. Unangefochtene Stars der beliebten Veranstaltung waren die großen Boliden aus den USA, die auch hierzulande längst zum Kult geworden sind.

Dazu waren wieder mehrere Hundert Harley-Fahrer, aber auch viele andere Biker nach Moers gekommen. Bemerkenswert dabei, wie viele Frauen das Motorradfahren für sich entdeckt haben und die schweren Maschinen locker beherrschen.

„Wir haben zwar erst ziemlich spät damit angefangen, aber jetzt können wir nicht mehr davon lassen“, erklärten Irene und Petra, die mit ihren Sportster und Fat Boy aus Kleve gekommen waren. Obwohl noch ziemlich geschafft, war auch Gerd aus Düsseldorf mit der Softail Cross Bones nach Moers gefahren. War er doch erst tags zuvor von einem 5700 km langen Motorrad-Trip entlang des Jakobswegs zurückgekommen.

„Wir rechnen, über zwei Tage verteilt, mit insgesamt über 5000 Besuchern. Das Generation ist die perfekte Location dafür. Alte Industriekultur und Harley - das passt“, sagt Clasani überzeugt.

Die Fahrzeug-Palette reichte von Uralt-Bikes mit dem legendären Knucklehead-Motor über Electra-Glides und Road-Kings bis zu aktuellen Softail-, Dyna- und Sportster-Modellen.

Wobei kein Bike dem anderen glich. Es mit diversem Sonderzubehör wie Auspuff, Lampen, Lenker oder Reifen individuell zu gestalten, ist eine Leidenschaft fast jeden Harley-Besitzers.

Für seine besonders schön gestaltete Heritage Softail von 1992 durfte Uwe aus Moers denn auch den Pokal für das schönste Bike mit nach Hause nehmen.

Dass zum Harley-Feeling auch die richtige Kleidung, die „Kutte“, gehört, versteht sich von selbst. Wer hier Bedarf hatte, wurde auf der Händlermeile sicher fündig.

Eine Tombola mit schönen Preisen gab’s natürlich auch, insgesamt wurden 3250 Euro an den Verein „Gänseblümchen NRW“, einen Verein zur Unterstützung krebskranker Kinder, gespendet.

Dafür, dass auch die Bühne nicht zu kurz kam, sorgte das umfangreiche Musikprogramm: Hook’Em Horns und danach die Cover Band Lewinski aus Krefeld zündeten am Samstag ein Feuerwerk rockiger Musik.

„Fahren, Freiheit, Freunde – genießen“, so brachte Klaus-Dieter aus Moers das Harley-Feeling auf den Punkt. „Sie kaufen ein Motorrad und bekommen ein unvergleichliches Lebensgefühl obendrauf“, drückte es Frank aus Duisburg philosophisch aus.

Am Sonntag klang das Treffen nach dem traditionellen Biker-Gottesdienst am späten Nachmittag mit Dimmy Scodralis und seinen handgemachten Songs geräuschvoll, aber friedlich aus.

Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik