Krankenhaus

Bethanien in Moers: Ärztlicher Direktor Voshaar tritt zurück

Dr. Thomas Voshaar ist von seinem Amt als Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers zurückgetreten.

Dr. Thomas Voshaar ist von seinem Amt als Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers zurückgetreten.

Foto: Archivfoto: Oleksandr Voskresenskyi / FUNKE Foto Services

Moers.  Der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Bethanien in Moers ist überraschend zurückgetreten. Dies sei nicht durch Streit ausgelöst, sagt er.

Paukenschlag am Krankenhaus Bethanien: Dr. Thomas Voshaar ist von seinem Amt als Ärztlicher Direktor des Hospitals überraschend zurückgetreten. Der Lungenspezialist widersprach am Dienstag in einem Pressegespräch allen Hinweisen, dass eine Auseinandersetzung innerhalb der Krankenhausleitung seinen Rückzug ein halbes Jahr vor Ablauf seiner regulären Amtszeit ausgelöst habe.

Dr. Voshaar bekleidete das Amt des Ärztlichen Direktors elfeinhalb Jahre lang. In dieser Funktion war er Vertreter der Ärzteschaft des Hauses gegenüber der Leitung, er beeinflusste maßgeblich die medizinische Strategie der Klinik und war nach außen eines ihrer „Gesichter“. Es sei eine erfolgreiche Amtszeit gewesen, betonte der Vorsitzende des Stiftungsrates Bethanien, Otfried Kinzel, bei dem Pressegespräch.

Um so überraschender, dass das Krankenhaus Voshaars Rückzug nicht offen kommunizierte, sondern erst auf Nachfrage reagierte.

Dr. Voshaar brachte seinen Schritt unter anderem mit dem neuen Bettenhaus in positivem Sinne in Verbindung. Zwölf Jahre habe sich das Krankenhaus damit beschäftigt und – nicht zuletzt wegen der Finanzierung – damit auch „schwer getan“.

Er habe sich mit diesem Projekt stets identifiziert und sei überzeugt, dass es auch unter dem wirtschaftlichen Aspekt gut sei für das Krankenhaus Bethanien. Nun, so Voshaar weiter, stehe der Realisierung dieses Hauses nichts mehr im Wege. Weitere Projekte seien abgeschlossen oder auf den Weg gebracht.

Nach der kürzlich erfolgten Grundsteinlegung für das Bettenhaus habe er das Gefühl gehabt: „So, das war’s, ich habe meine Arbeit getan.“ Er habe im Übrigen den Zeitpunkt seines Rückzugs selber setzen wollen – und sei es ein halbes Jahr vor Ablauf seiner regulären Amtszeit. Er habe auch zeigen wollen, „dass ich nicht an diesem Stuhl klebe, falls jemand denkt, es geht dem Voshaar bei den ganzen Projekten nur um sich und sein Ego“, so der Mediziner. Es habe keinen Streit, keinen äußeren Impuls gegeben, der zur Entscheidung geführt hätte, das Amt aufzugeben.

Dr. Voshaar (61) bleibt am Bethanien Chefarzt der Lungen- und Bronchialheilkunde, deren Mannschaft er als „großartig“ bezeichnete. Derzeit überlegt er nach eigenen Worten, ob er es bei seinem ursprünglichen Plan belässt, mit 64 Jahren in den Ruhestand zu gehen oder doch erst mit seinem offiziellen Rentenalter von 66 Jahren.

Das Amt des Ärztlichen Direktors Amt übernimmt kommissarisch Voshaars bisheriger Stellvertreter, der Leiter der Unfallchirurgie Dr. Christoph Chylarecki.

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